Vom Norden Kroatiens bis nach Albanien erstreckt sich ein Kalksteingebirge, in dem du durch unberührte Natur wanderst: die Dinarischen Alpen. Wandern in den Dinarischen Alpen ist noch wenig bekannt, sodass du hier manchmal stundenlang unterwegs bist, ohne jemandem zu begegnen. Das Angenehme an den Dinarischen Alpen ist ihr ideales Klima für Wanderer: Die meiste Zeit des Jahres scheint die Sonne. Das Gebirge erstreckt sich über mehrere Länder des Balkans und bietet dadurch viele Möglichkeiten. Du kannst dich entweder für ein einzelnes Reiseziel entscheiden oder eine Kombinationsreise planen und beim Wandern verschiedene Regionen entdecken.
Tipps für Wanderungen in den Dinarischen Alpen
1. Fordere dich auf der Via Dinarica heraus
2. Die blaue Route
3. Die weiße Route
4. Die güne Route
5. Der Peak of the Balkans
6. Extra Tipps
1. Fordere dich auf der Via Dinarica heraus
Möchtest du in den Dinarischen Alpen wandern? Dann kannst du Abschnitte der Via Dinarica entdecken. Die Via Dinarica zählt zu den schönsten Fernwanderwegen Europas. Die Route führt durch mehrere Länder des Balkans. Sie beginnt in Slowenien und verläuft über Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro bis nach Kosovo oder Albanien. Das gesamte Wegenetz umfasst mehr als 2.000 Kilometer Wanderwege. Die Via Dinarica ist keine einzelne Route, sondern besteht aus drei Varianten, einer blauen, einer weißen und einer grünen Route.
2. Die blaue Route
In Slowenien startest du an der Küste, nicht weit von der Grenze zu Kroatien. Ein großer Teil der blauen Route der Via Dinarica verläuft durch Kroatien. Es ist eines der belebteren Gebiete für Wanderungen in den Dinarischen Alpen. Dieser Abschnitt ist gut erreichbar und hat keine extremen Höhenunterschiede, sodass er für viele Wanderer geeignet ist. Beim Wandern in den Dinarischen Alpen in Kroatien durchquerst du mehrere Nationalparks. Immer wieder siehst du von den Bergen aus in der Ferne das Meer an der Adriaküste glitzern. Ein Teil der blauen Route führt anschließend entlang der schönen Küste Montenegros.
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3. Die weiße Route
Die Weiße Route ist die abwechslungsreichste Wanderroute, denn du durchquerst gleich fünf Länder auf dem Balkan. Die Weiße Route der Via Dinarica ist insgesamt 1.260 Kilometer lang. Diese Route startet in Nanos in Slowenien. Während deiner Wanderung durch die Dinarischen Alpen kommst du durch kleine Bergdörfer. Mal erreichst du ein Dorf mit alten orthodoxen Kirchen und Friedhöfen, im nächsten Ort ist die osmanische Geschichte noch deutlich sichtbar. Unterwegs entdeckst du die Vielfalt des Balkans. Die Weiße Route führt durch das gebirgigste Gebiet der Dinarischen Alpen. Hier erwarten dich die größten Höhenunterschiede und die schönsten Ausblicke von den Gipfeln. Die Weiße Route verläuft durch verschiedene Nationalparks in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro.
4. Die grüne Route
Die Grüne Route der Via Dinarica ist die einfachste Option der drei Wanderwege. Diese Strecke führt dich vor allem durch Wälder und weite Ebenen statt über hohe Bergpässe. Auch auf der Grünen Route durchquerst du mehrere Länder, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Serbien, und erreichst schließlich Kosovo. Wenn du eine weniger intensive Wanderung suchst, ist die Grüne Route der Via Dinarica eine gute Wahl. Die Grüne Route beginnt in Slowenien bei den berühmten Höhlen von Postojna. Unterwegs kommst du unter anderem an den Plitvicer Wasserfällen in Kroatien, den Wasserfällen von Jajce in Bosnien und Herzegowina und am beeindruckenden Uvac in Serbien vorbei.
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5. Der Peak of the Balkans
Eine weitere mehrtägige Wanderroute in den Dinarischen Alpen ist der Peak of the Balkans. Diese 192 Kilometer lange Strecke verläuft als Rundweg durch Montenegro, Kosovo und Albanien. Es ist noch immer eines der ursprünglichsten Wandergebiete Europas. Du wanderst durch abgelegene Täler und über beeindruckende Bergpässe und kommst dabei an Orten wie Drelaj, Babino Polje, Theth, Valbona und Gjakova vorbei. Unterwegs übernachtest du in kleinen Gästehäusern und Berghütten und erhältst einen Einblick in das tägliche Leben in den Dinarischen Alpen.
Bist du dir noch nicht sicher, ob du nach Osteuropa reisen möchtest? In diesem Blogartikel zeigen wir dir, warum sich eine Reise nach Osteuropa auf jeden Fall lohnt.
6. Extra Tipps für deine Wanderreise in den Dinarische Alpen
1. Nimm immer ausreichend Wasser mit, wenn du unterwegs bist, mindestens 2,5 Liter pro Tag. In den Alpen kannst du deine Trinkflasche unterwegs oft an einem Wasserfall oder Bach auffüllen. In den Dinarischen Alpen sind Wasserstellen seltener. Außerdem führen viele Flüsse in den Sommermonaten kein Wasser.
2. Nimm ausreichend Bargeld für die Berghütten mit. In einigen Hütten kannst du mit Karte bezahlen, aber längst nicht in allen Berghütten der Dinarischen Alpen ist das möglich. Achte deshalb darauf, genug Bargeld dabeizuhaben, um ein paar Mahlzeiten oder eine Übernachtung zu bezahlen. Bereite dich gut vor und informiere dich vorab, welche Berghütten während deiner Wanderung geöffnet sind. Im Frühling und Herbst schließen einige Hütten, damit du unterwegs keine Überraschungen erlebst.
3. Geh in den Dinarischen Alpen mit einem lokalen Guide auf Tour. Ein Guide kennt die Regionen, durch die du wanderst, genau. So bist du sicher unterwegs und erlebst die Dinarischen Alpen auf besondere Weise. Geht dir unterwegs das Wasser aus, weiß dein Guide, wo du es auffüllen kannst. Möchtest du eine Übernachtung organisieren, ist ein Guide ebenfalls hilfreich, denn an vielen Orten wird kein Englisch gesprochen und er kann für dich übersetzen.
4. Beachte die Landesgrenzen. Grundsätzlich kannst du beim Wandern in den Dinarischen Alpen problemlos Grenzen überqueren. Eine Ausnahme ist die Grenze zwischen Albanien und Montenegro. Hier musst du vorab eine offizielle Genehmigung beantragen, um die Grenze in den Bergen zu passieren. Es ist sinnvoll, dir dabei Unterstützung zu holen, da einiges an Formalitäten und Regeln zu beachten ist.
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