Costa Rica gehört laut dem „Happy Planet Index“ zu den glücklichsten Ländern der Welt. Woran liegt das? Die Lebenseinstellung der Costa Ricaner, "la Pura Vida", hat einen großen Einfluss auf die Lebensfreude. Aber auch davon abgesehen ist Costa Rica gut aufgestellt, etwa was Bildung, Politik und die Lebenserwartung angeht. Wir zeigen euch, warum Costa Rica so glücklich ist!

1. La Pura Vida

„Das pure Leben“ ist das inoffizielle Lebensmotto von Costa Rica und beschreibt das Lebensgefühl der „Ticos“, wie die Einwohner sich selbst nennen. Was das genau bedeutet, kann man schwer erklären. Man muss es erlebt haben. Grundsätzlich steht Pura Vida für Dankbarkeit, Gelassenheit und die Freude an den kleinen Dingen. Auf deiner Reise wirst du den Ausdruck überall hören, sogar als Begrüßung, Antwort oder Zeichen von Zustimmung. Gleichzeitig beschreibt Pura Vida eine Haltung, die den Alltag prägt. Familie, Natur und gemeinsame Zeit sind wichtiger als materieller Besitz. Diese Lebensfreude mach Costa Rica so einzigartig!

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2. ¡Tranquilo!

In Costa Rica drehen sich die Uhren, wie in vielen Ländern Lateinamerikas, etwas langsamer. Und das ist genau richtig so, denn anstatt jede Minute auf die Goldwaage zu legen, sind die Ticos wunderbar entspannt. Was heute nicht passiert, das passiert dann eben morgen. Schließlich geht es darum, La Pura Vida zu genießen und sich nicht zu hetzen. Lass dich auf deiner Reise von dieser Gelassenheit anstecken. Du wirst merken, wie entschleunigend das sein kann. Und auch das Wort „tranquilo“, spanisch für „ruhig“, wirst du schnell in deinen Wortschatz aufnehmen und lieben lernen!

3. Nachhaltigkeit und Ökotourismus

Costa Rica heißt übersetzt „Reiche Küste“ und zählt zu den artenreichsten Ländern der Welt. Regen und Nebelwälder, Vulkane sowie Tiere wie Faultiere, Affen, Krokodile und Jaguare machen die Natur so besonders. Um diesen Reichtum zu bewahren, setzt das Land seit vielen Jahren auf Naturschutz und nachhaltigen Tourismus. Rund 90 Prozent des Stroms stammen aus erneuerbaren Energien und viele Unterkünfte sowie Reiseanbieter sind nach dem nationalen Nachhaltigkeitszertifikat CST ausgezeichnet. Viele Costa Ricaner setzen sich dafür ein, ihre Natur für kommende Generationen zu bewahren. So profitieren Natur, Reisende und die Menschen vor Ort gleichermaßen.

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4. Bildung für alle

Seit 1949 hat Costa Rica keine Armee mehr. Die dadurch freigewordenen Gelder sind in die Bildung geflossen, die einen sehr hohen Stellenwert in der Politik hat. So kommt es, dass der Großteil der Bevölkerung die Schule besuchen kann, was längst nicht selbstverständlich ist. Der Grundschulunterricht ist kostenlos und die Alphabetisierungsrate liegt bei über 97 Prozent. Auch die Hochschulbildung genießt einen guten Ruf und trägt dazu bei, gut ausgebildete Fachkräfte hervorzubringen. Das schafft Chancen und stärkt das Vertrauen in die Zukunft. Bildung ist somit ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und einer der Gründe, warum das Land in vielen Lebensqualitätsrankings gut abschneidet.

5. Leben unter freiem Himmel 

Das tropische Klima ist für die Bewohner Costa Ricas eine riesige Glücksquelle. ein Großteil des Lebens findet draußen statt: auf Märkten, an Stränden, in Gärten oder auf schattigen Terrassen. Es ist ganzjährig warm, gleichzeitig bringt die Regenzeit frische Luft und sorgt dafür, dass die Natur geradezu explodiert. Das macht die Regenwälder und Landschaften so extrem lebendig. Für Reisende bedeutet das Klima, dass Costa Rica sich zu jeder Jahreszeit anders zeigt, aber immer nah an der Natur.

6. Sehr hohe Lebenserwartung

Die Menschen in Costa Rica haben eine der höchsten Lebenserwartungen Lateinamerikas. Das liegt unter anderem daran, dass das Land seit Jahrzehnten in sein Gesundheitssystem investiert und die medizinische Versorgung gut ausgebaut ist. Besonders bekannt ist die Nicoya Halbinsel im Nordwesten des Landes. Sie zählt zu den sogenannten Blue Zones, in denen überdurchschnittlich viele Menschen ein hohes Alter erreichen. Gründe dafür sind unter anderem viel Bewegung, gesunde Ernährung, enge Familienbande und ein entspannter Lebensstil. Klingt ganz nach Pura Vida, oder?

7. Ein stabiles politisches System

In vielen Ländern Südamerikas schwanken die politischen Systeme stark, je nachdem, wer gerade an der Macht ist. Das sorgt für Instabilität und große Sorgen in der Bevölkerung. Nicht so in Costa Rica: Hier gibt es seit 1950 eine vergleichsweise stabile Demokratie. Inmitten der immer wieder aufkommenden Unruhen in einigen Nachbarländern verfolgt das Land, ähnlich wie die Schweiz, eine Politik der dauerhaften Neutralität. Natürlich gibt es auch hier Herausforderungen, doch große politische Unruhen bleiben bis heute weitgehend aus.

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