Mehr als eine Million Gnus und Hunderttausende Zebras und Gazellen wandern jedes Jahr in riesigen Herden durch die Serengeti in Tansania und die Masai Mara in Kenia. Die Beobachtung der Gnuwanderung in der Serengeti ist eine unvergessliche Erfahrung. Möchtest du dieses einzigartige Naturschauspiel erleben? Wir stellen dir alle Informationen zur Verfügung, die du benötigst.
Beobachte die Gnuwanderung in der Serengeti
Die Gnus in der Serengeti
Zu Anfang entdeckst du sie in der Ferne: Tausende von Gnus, am Rande des Mara-Flusses. Sie warten auf den richtigen Moment, um den Fluss zu überqueren. Es ist eine Entscheidung über Leben und Tod, denn Krokodile lauern im Fluss. Um die Überquerung zu sehen, muss man manchmal tagelang Geduld üben. Die Herden warten oft stundenlang auf den passenden Zeitpunkt. Dann geht es endlich los: Tausende von Hufen, hoch spritzendes Wasser, schnüffelnde Gnus mit Adrenalin in den Augen, die ausgelassenen Sprünge, wenn sie sicher auf der anderen Seite gelangen: Es ist eines der außergewöhnlichsten Naturphänomene weltweit.
Hier findet die Gnuwanderung statt
Die Gnuwanderung findet größtenteils in der Serengeti in Tansania und teilweise im Masai Mara National Park in Kenia statt, die aneinandergrenzen. Mehr als eine Million Gnus leben in diesem Gebiet, hunderttausende Zebras, Gazellen und andere Tiere. Jedes Jahr ziehen die Herden im Uhrzeigersinn durch die gesamte Gegend und suchen nach Gras und Wasser zum Überleben. Ihre genaue Route und das genaue Timing hängen vom Regen und der verfügbaren Nahrung ab und sind daher jedes Jahr anders.
Die Routen der Gnus
Juli bis Oktober: Zum Höhepunkt der Trockenzeit treffen sich die Herden in großer Zahl auf den Grasflächen am Mara Fluss. Im Juli überqueren die Tiere zunächst den Grumeti Fluss, später folgt die spektakuläre Überquerung des Mara Flusses.
Oktober und November: Je nach Niederschlag bewegen sich die Tiere langsam über die Masai Mara in Kenia in Richtung Südosten der Serengeti.
Dezember bis März: In der Regenzeit tragen die Gnus ihre Jungen aus. Die größten Herden befinden sich im Südosten der Serengeti und in der Nähe des Ngorongoro-Kraters.
April bis Juni: Die Herden bewegen sich in kilometerlangen Kolonnen durch den Süden der Serengeti in Richtung Norden, entlang des Mbalageti-Flusses. Große Chancen auf wilde Tiersichtungen gibt es im Westen der Serengeti.
Beste Reisezeit für die Gnuwanderung
Wenn du den spektakulärsten Teil der Großen Wanderung sehen möchtest, ist es am besten, in der Zeit von Juni bis September in den Norden der Serengeti oder nach Masai Mara zu reisen. Die Reisetage im Norden der Serengeti sind lang. Daher empfiehlt es sich, für ein paar Tage in einem der mobilen Zeltlager zu bleiben. Das erhöht deine Chancen, die Überquerung zu sehen. Wenn du den jährlichen Babyboom der Gnus erleben möchtest, ist Januar/Februar eine großartige Zeit, um in den Süden der Serengeti zu reisen.
Jede Gnuwanderung ist anders
Bitte bedenke: Die genaue Route der Tiere variiert jedes Jahr und ist daher unmöglich vorherzusagen. Die Serengeti ist auch ein riesiges Gebiet, sodass die Herden manchmal schwer zu finden sind. Die Große Migration zu sehen, ist also zum Teil eine Frage des Glücks. Außerdem ist natürlich ein guter Safari Guide unerlässlich.
Wichtige Fakten und Zahlen
- Insgesamt bewegen sich mehr als zwei Millionen Tiere während der Gnuwanderung in der Serengeti: mehr als eine Million Gnus und Hunderttausende Zebras und Thomson-Gazellen.
- Im Januar/Februar werden mehr als 500.000 Gnus geboren, etwa 8.000 pro Tag.
- Jedes Tier reist während der Migration tausend Kilometer.
- Gnus und Zebras brauchen sich während der Wanderung gegenseitig: Zebras kennen den Weg, Gnus finden Wasserquellen.
- Gnus und Zebras reisen friedlich zusammen, da sie unterschiedliche Teile des Grases fressen.
- Jedes Jahr sterben fast 250.000 Gnus und 30.000 Zebras während der anstrengenden und gefährlichen Wanderung.
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