Bea und Giovanni reisten im April und Mai 2026 für 3 Wochen mit FairAway durch Sizilien. Dabei fuhren sie mit dem Mietwagen durch vielfältige Natur und ländliche Gegenden, übernachteten in kleinen, gemütlichen Unterkünften und waren abseits der bekannten Pfade unterwegs. In ihrem Reisebericht über Sizilien berichtet Bea von vielen herzlichen Begegnungen mit den Sizilianern, einzigartiger Kulinarik und einer etwas außergewöhnlichen Anreise mit dem Nachzug, der auf die Fähre nach Sizilien übersetzt. 

Caroline Zimmermann - FairAway Content Creator
Autor: Caro
FairAway Content Creator
Blick auf eine Reihe alter Häuser auf Sizilien.
Unsere Kollegin Julia (rechts) macht sich mit dem Nachtzug auf nach Schweden und berichtet von ihrer Reise.

Mit dem Nachtzug auf die Fähre: die Anreise nach Sizilien

Für Bea und Giovanni ging es vom Engadin in der Schweiz aus zunächst bis nach Mailand und von dort aus mit dem Nachtzug weiter in den Süden. Die Anreise nach Mailand hat gut geklappt. Alle Züge, auch in Italien, waren pünktlich. Den 3-stündigen Aufenthalt in Mailand hat Bea als etwas zu lang empfunden, da sie nur in der Gegend am Bahnhof geblieben sind.

Schließlich konnten sie ihre Reise aber endlich fortsetzen: Sie stiegen in den Nachtzug ein, der sie bis nach Villa San Giovanni brachte. Das Paar hatte ein privates Zweierabteil mit eigenem Waschbecken und Zugang zur Toilette auf dem Gang. Bea berichtet offen und ehrlich, wie es für sie gewesen ist: “Gut geschlafen haben wir nicht, aber wir haben geschlafen. Es war angenehm zu liegen und es war eine Reise wert. (...) Da darf man dann einfach nicht zu hohe Ansprüche haben. Man weiß, auf was man sich einlässt, und da sind wir unkompliziert. Ansonsten müsste man anders reisen.”

Gut geschlafen haben wir nicht, aber wir haben geschlafen. Es war angenehm zu liegen und es war eine Reise wert.

In Villa San Giovanni setzt der Zug schließlich auf die Fähre um, die die Waggons über das Wasser bis nach Catania auf Sizilien transportiert. Für viele Zugebegeisterte ist das ein echtes Erlebnis. So ging es auch Bea: "Das ist Wahnsinn. Also, diese Präzisionsarbeit. Dass der Zug auf die Fähre fahren kann. Das war schon ein Highlight an diesem Tag.” 

Insgesamt waren die beiden 28 Stunden unterwegs. Für sie war das in Ordnung, denn sie haben viel Zeit und waren insgesamt 3 Wochen unterwegs. Wenn man gerne Zug fährt, ist die Reise laut Bea auf jeden Fall empfehlenswert. Sie könnte sich aber auch gut vorstellen, beim nächsten Mal nur eine Strecke mit dem Zug und die andere mit dem Flieger zurückzulegen.

Das ist Wahnsinn. (...) Dass der Zug auf die Fähre fahren kann. Das war schon ein Highlight an diesem Tag.

Handgepäck in einem Verstauraum im Nachtzug nach Schweden.

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Sizilien ist enorm Vielfältig

Nach der Ankunft in Catania fuhren Bea und Giovanni weiter zum Flughafen, wo sie ihren Mietwagen abholten. Dann ging ihre Reise über die Insel schließlich los. Und zwar eine sehr vielfältige Reise, voller einzigartiger Natur, wie Bea berichtet. “Die Insel reicht ja quasi von 0 Meter bis auf 3300 Meter hoch beim Ätna. Das ist gigantisch. Und jede Seite, von Osten, Norden, Westen, Süden, ist unterschiedlich und hat etwas Spezielles. Die Vegetation ist überall anders.” Vom Ätna aus schauten die beiden bis aufs italienische Festland. Auch die Kulinarik variiert stark je nach Ort. Im Südwesten beispielsweise, trifft Bea eher auf afrikanisch angehauchte Gerichte, was diese Region vom Rest der Insel abhebt.

Und jede Seite, von Osten, Norden, Westen, Süden, ist unterschiedlich und hat etwas spezielles. Die Vegetation ist überall anders.

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Das ländliche Sizilien entdecken

Bea und Giovanni wollten Sizilien abseits der typischen Pfade erkunden. Und das hat ziemlich gut geklappt! Für Ihre Mietwagen Route haben sie sich bewusst gegen den Highway und stattdessen für die ländlicheren Strecken entschieden. So konnten sie Sizilien von seiner authentischsten Seite sehen und seine Natur bewundern. Bea erzählt, wie sie die Fahrten erlebt hat: “Holprige Straßen, enge Straßen, aber ich denke, man sieht eben Sachen, die man sonst nicht sieht. Und wir hatten ja eben Zeit.” 

Auch ihre Unterkünfte lagen eher auf dem Land. So haben sie zum Beispiel Palermo, die sonst sehr berühmte Hauptstadt Siziliens, auf ihrer Reiseroute gar nicht erst mit eingebaut und sich stattdessen für ruhigere Standorte entschieden. Sie waren, bis auf eine Ausnahme, in kleinen Unterkünften in “wunderschönen Locations” untergebracht, die Bea gut gefallen haben. Nur einmal waren sie in einem 4-Sterne Hotel untergebracht. Familien mit kleinen Kindern würde Bea solche Unterkünfte wohl empfehlen. Sie selbst fand es jedoch etwas zu groß und würde beim nächsten Mal ausschließlich auf kleinere Unterkünfte setzen.

Ideen für eine Sizilienreise mit Kindern

Weiße, runde Unterkünfte mit grünen Türen in Sizilien.

Kulinarik ist Teil des Erlebnisses

Die vielfältige Kulinarik zu erkunden, ist auf Sizilien fast schon eine Aktivität für sich. Dabei genoss Bea nicht nur das gute Essen an sich, sondern auch die Zeit, die man sich dafür nimmt. “Es wird wirklich mit Herz gekocht und auch sehr zeitaufwendig. Das geht nicht nur so ‘schnell, schnell’ sondern der Sugo kocht wirklich 4 bis 5 Stunden, bis er serviert wird. So richtig ‘à la nonna’.”

Offene und hilfsbereite Sizilianer

Während unseres Gesprächs schwärmt Bea nur so von der Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft der Sizilianer. Sie und Giovanni haben sehr viele Bekanntschaften auf ihrer Reise gemacht. Bea berichtet: “Die Leute sind überall sehr lieb. Aufgeschlossen, hilfsbereit. Also, das habe ich noch so noch nie erlebt. Sie sind nicht verbogen, sondern einfach grundehrliche Menschen. Das hat uns schon sehr imponiert.”

Viele nette Begegnungen 

So berichtet sie zum Beispiel, dass sie sich nach einer Wanderung verfahren haben und auf einen 80-jährigen Local gestoßen sind, der bei ihnen eingestiegen und ihnen den Weg gezeigt hat. “Er sagte er hätte ein ganz altes Auto und er würde so gerne mal in einem ganz neuen Auto mitfahren. Also habe ich ihn einfach eingepackt und er hat uns an den richtigen Ort geführt.” Dabei habe er sich sehr viel Mühe gegeben, um sein bestes Italienisch rauszuholen, da Bea seinen Dialekt nur schwer verstehen konnte.

Auf einer anderen Wanderung kauften sie an einem “Kiosko” Proviant, als der Verkäufer ihnen eine Karte in die Hand drückte und sagte “Wenn ihr irgendwelche Schwierigkeiten bekommt, dann ruft hier an, denn es wird heiß. Habt ihr genügend zu trinken dabei? Also, wenn irgendein Notfall eintritt, dann ruft mich an, ich hole euch.” Solche Begegnungen ziehen sich durch die ganze Reise und blieben Bea ganz besonders in Erinnerung.

Die Leute sind überall sehr lieb. Aufgeschlossen, hilfsbereit. Also, das habe ich noch so noch nie erlebt.

Beas Tipp: so kommt man ins Gespräch 

Bea legt uns wärmstens ans Herz, das Handy auch mal zur Seite zu legen. “Ich schau jetzt nicht im Handy nach, wenn ich etwas wissen will, sondern ich frage die Leute. Denn die haben alle etwas zu erzählen und es führt zu so schönen Begegnungen, die hat man sonst nicht. (...) Man muss sich ja nicht schämen, wenn man etwas nicht weiß und ich denke, genau das hat uns diese Begegnungen beschert.” 

Tourist läuft durch eine gemütliche helle Gasse auf Sizilien.

Aus Reiseplanung wird Freundschaft

Während ihrer Reise bleiben Bea und Giovanni in Kontakt mit ihrer lokalen Reiseexpertin Margherita. Das gab Bea ein gutes Gefühl: “Das ist natürlich auch beruhigend. Also, wenn man weiß, man hat 24/7 jemanden im Hintergrund, wenn was sein sollte.” Über eine App lieferte Margharita den beiden zudem Infos und Ideen für jeden Tag, die Bea auch offline abrufen konnte. Schließlich lernten sie sich aber auch persönlich kennen, denn Bea und ihr Mann verbrachten 3 Nächte bei ihrer Reiseexpertin. Sie haben sich so gut verstanden, dass sie noch heut ein Kontakt sind.

Beas Empfehlung für Sizilien: Slow Travel

Auf ihrer Reise haben Bea und Giovanniin den meisten Unterkünften 3 bis 4 Nächte verbracht, bevor sie weitergezogen sind. In Zukunft würde sie vielleicht sogar noch länger an einem Ort bleiben und dafür weniger Destinationen ansteuern. Auch wenn langsamer zu reisen nicht immer leichtfällt. “Irgendwann muss man den Schnitt machen und sagen, ‘Nein, heute Morgen wird absolut gar nichts gemacht.’ Das haben wir dann trotzdem nicht gemacht. Aber es gibt einfach so viel zu verarbeiten. (...) Man könnte noch stationärer bleiben und dann wirklich die Gegend voll erkunden mit zwischendurch einem Pausentag.”

Schafherde in Sizilien läuft auf der Straße vor einem Auto.

Unser Lieblingszitat von Bea 

Bea ist der Meinung: “Man braucht einfach die Zeit. Man muss sie sich wirklich nehmen. Und vielleicht reist man heute auch mit zu viel Erwartungen. Das sollte man nicht. Ich gehe immer ohne Erwartungen irgendwohin und nehme das, was ich bekomme.” Wir halten das für eine sehr schöne Einstellung. Und wie man sieht, ist das, was sie bekommen hat, gar nicht so schlecht!

Beas Fazit zur Reisezeit

Bea und Giovanni sind in der Nebensaison gereist, von April bis in den Mai. Dabei haben sie viele Schauer erlebt und konnten weniger ans Meer als Bea sich gewünscht hätte. Den Ätna konnten sie nicht vollständig erklimmen, da es kurz zuvor noch geschneit hatte und die Wege nicht vollständig zugänglich waren. Trotzdem hat sie die Reisezeit als optimal empfunden. Flora und Fauna waren wunderschön, es hat geblüht und war nicht zu heiß. Gleichzeitig ist es Bea extrem wichtig, den Menschenmassen zu entkommen, was sie dank der Reisezeit aber auch dank ihrer ländlichen Route super hinbekommen haben. 

Auch zum Regen hat Bea eine positive Einstellung: “Es war schön. Es war regnerisch an jedem Tag. Das fand ich toll, eben nicht nur Strahlewetter zuhaben, sondern zu sehen: Was machen die Leute eigentlich, wenn es nicht so schön ist?” Das ist mal eine ganz andere Perspektive, die wir zukünftigen Reisenden gerne als Inspiration mit auf den Weg geben möchten.

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