Bei FairAway bieten wir ausschließlich tierfreundliche Reisen und Aktivitäten an. Gleichzeitig liegt es auch in deiner Hand, Entscheidungen achtsam zu treffen. Wenn du dir immer wieder bewusst machst, wo ein Tier ursprünglich herkommt und was es für ein artgerechtes Leben braucht, reist du automatisch verantwortungsvoller. In diesem Beitrag erfährst du, worauf du achten kannst und wie tierfreundliche Erlebnisse nicht nur möglich sind, sondern deine Reise oft sogar noch besonderer machen.

Caroline Zimmermann - FairAway Content Creator
Autor: Caro
FairAway Content Creator

Hinterfrage grundsätzlich: Ist das artgerechte Tierhaltung?  

Tierfreundliches Reisen ist weniger eindeutig, als es auf den ersten Blick scheint. Deshalb liegt es in unserer Verantwortung, genau hinzusehen. Bevor du ein tierbezogenes Erlebnis buchst, halte kurz inne. Und stelle dir die wichtigste Frage: Lebt dieses Tier artgerecht? Jedes Tier hat einen natürlichen Lebensraum und spezifische Bedürfnisse. In freier Wildbahn würdest du ein Löwenjungtier nicht einfach für ein Foto berühren. Und doch werden genau solche Aktivitäten weltweit für Touristen angeboten. Was harmlos wirkt, verbirgt oft viel Tierleid, Ausbeutung, schlechte Haltungsbedingungen oder sogar Missbrauch. Wir helfen dir, bewusste Entscheidungen zu treffen und tierfreundliche Erlebnisse zu wählen, die Wildtiere respektieren und schützen.

Beobachte Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung

Wildtiere gehören in die Wildnis, und genau dort kannst du sie auf die schönste und abenteuerlichste Weise erleben. Gehe auf Safari in einem Nationalpark und beobachte Tiere aus sicherer Entfernung in ihrem natürlichen Lebensraum. Statt in Käfigen oder Shows siehst du sie, wie sie wirklich sind: frei und ungestört. Vergiss deine Kamera nicht! Du wirst atemberaubende Momente festhalten, von spielenden Löwenjungen über Elefanten, die sich mit Schlamm besprühen, bis hin zu gähnenden Nilpferden am Flussufer. Mit deinem Eintrittsgeld unterstützt du gleichzeitig den Erhalt und Schutz dieser Naturreservate, damit die Tiere hier sicher und geschützt leben können. 

Wal- und Delfinbeobachtung:
Tierfreundliches Reisen auf dem Meer

Delfine sind faszinierende Tiere. Ist es ihr freundlicher Ausdruck oder ihre Intelligenz? Seit Jahrzehnten fühlen sich Menschen von diesen außergewöhnlichen Meeressäugern angezogen, ebenso wie von Walen, den größten Säugetieren der Erde. Beides sind Wildtiere, die viel Raum und Freiheit brauchen. Deshalb begegnest du ihnen am besten dort, wo sie sich am wohlsten fühlen: auf offener See. Bei einer verantwortungsvollen Bootstour wird ausreichend Abstand gehalten, und die Tiere werden nicht getrieben oder mit Futter angelockt. Delfinshows und Wasserparks, in denen Meerestiere für Unterhaltung trainiert werden, gehen immer mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit und dauerhaftem Stress einher. Sie sind daher mit tierfreundlichem Reisen nicht vereinbar.

Besuche eine Tierschutzstation

Manche Tiere können vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr in der Wildnis leben. In solchen Fällen bieten seriöse Auffangstationen ein sicheres Zuhause. Wichtig ist hier, seriöse "Sanctuaries" von problematischen zu unterscheiden. In einer verantwortungsvollen Tierschutzstation haben Tiere ausreichend Platz, können sich frei bewegen und ihr natürliches Verhalten ausleben. Sie werden weder gezüchtet noch wird damit gehandelt. Direkter Kontakt mit Touristen, wie Füttern, Waschen oder Streicheln, ist nicht erlaubt, da dies für die Tiere unnatürlich und oft stressig ist. Stattdessen liegt der Fokus darauf, die Tiere bestmöglich zu betreuen und, wenn möglich, wieder auszuwildern. Auffangstationen sind meist stark auf Spenden und freiwillige Unterstützung angewiesen und sind eine tolle Möglichkeit, sich aktiv für den Tierschutz einzusetzen. 

Füttern: Tierfreundlich oder nicht? 

Viele Tourenanbieter garantieren die Sichtung bestimmter Wildtiere. Tiere haben jedoch ihre eigene "Agenda" und bewegen sich nicht nach Plan. Um ihre Versprechen zu halten, hinterlassen die Unternehmen Futter, um Raubtiere anzulocken. Dies mag harmlos wirken, hat aber schwerwiegende Konsequenzen. Die Tiere gewöhnen sich an das Futter und ihr natürliches Verhalten, wie die Jagd, wird dadurch gestört oder sogar verlernt. Gleichzeitig assoziieren sie menschliche Präsenz mit Nahrung und nähern sich uns an, was zu gefährlichen Situation für Mensch als auch Tier führen kann. Touren, bei denen das tierische Verhalten künstlich beeinflusst wird, sind daher ein No-Go. 

Esel-, Kamel- und Pferdereiten – worauf du achten solltest

Die Wüste Marokkos vom Rücken eines Kamels aus entdecken, das klingt nach einem unvergesslichen Erlebnis. Doch ist das eigentlich tierfreundlich? Wir unterscheiden zwischen gerittenen Wildtieren wie Elefanten und domestizierten Tieren wie Pferden, Kamelen und Eseln. Letzte leben seit Jahrhunderten in enger Verbindung mit dem Menschen und sind nicht durch Gewalt „gezähmt“ worden. Möchtest du auf Reisen einen Ritt unternehmen? Dann achte darauf, dass die Tiere gut versorgt sind, nicht untergewichtig erscheinen, genügend Ruhepausen bekommen und insgesamt gesund und gepflegt wirken. So kannst du dein Erlebnis guten Gewissens genießen. 

Tierfreundliche Ernährung auf Reisen 

Kulinarik gehört für viele als spannender Teil einer Reise dazu. Doch nicht jede Spezialität ist unproblematisch. Gerichte wie Haifischflossensuppe stehen häufig in Verbindung mit Wilderei und Ausbeutung bedrohter Arten. Oft ist es schwer nachzuvollziehen, woher ein Produkt genau stammt. Wenn du Zweifel hast, wähle ausschließlich Gerichte, deren Herkunft für dich nachvollziehbar ist. Ein Abendessen in einem Homestay kann dafür ein gutes Beispiel sein. Unsere Gastfamilien erklären dir gerne, was auf den Tisch kommt und woher es stammt, vielleicht sogar vom eigenen Hof. Wer sich für vegetarische oder vegane Gerichte entscheidet, ist noch nachhaltiger unterwegs. Ein geringer Fleischkonsum trägt zum Erhalt natürlicher Lebensräume und somit der weltweiten Biodiversität bei. 

Tierfreundliches Einkaufen auf Reisen

Dein Geldbeutel ist dein stärkstes Werkzeug, wenn es darum geht, tierfreundlichen Tourismus zu unterstützen. Wenn Reisende aufhören, Souvenirs aus Wildtieren zu kaufen, verschwindet auch die Nachfrage und somit das Angebot. Warum eine Tasche aus Krokodilleder mitnehmen, wenn du stattdessen eine handgefertigte Tasche kaufen kannst, die von einer Kunsthandwerkerin aus einem traditionellen Dorf gefertigt wurde? Solche lokalen Produkte sind nicht nur einzigartig, sondern tragen auch dazu bei, die einheimische Wirtschaft zu unterstützen. Setze auf ethische, handgemachte Souvenirs statt auf Mitbringsel, für die Tiere leiden mussten. So reist du nicht nur nachhaltiger, sondern nimmst auch echte Geschichten und wertvolle Erinnerungen mit nach Hause.

Melde Tiermisshandlung auf Reisen 

Wir alle geben unser Bestes, um tierfreundlich zu reisen. Doch manchmal läuft etwas schief. Falls du auf deiner Reise Zeuge von Tiermisshandlung wirst oder fragwürdige Praktiken mit Wildtieren beobachtest, dann melde es sofort. Informiere unsere lokalen Reiseexperten, deinen Guide vor Ort, den Veranstalter der Exkursion oder die Organisation, bei der du die Aktivität gebucht hast. So können wir aktiv dazu beitragen, die Bedingungen vor Ort zu verbessern oder eine problematische Exkursion aus unserem Angebot zu streichen. Jede Meldung zählt. Gemeinsam setzen wir uns für ein Ende von Tierleid auf Reisen ein!

Unverbindliche Angebote von lokalen Reiseexperten

 

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