Fès gehört zu den faszinierendsten Städten Marokkos und ist eine der vier Königsstädte. Im Zentrum steht die Medina, eine der ältesten und bis heute lebendigsten Altstädte der islamischen Welt. Hier erwarten dich verwinkelte Gassen und traditionelles Handwerk. Doch auch darüber hinaus hat die Stadt einiges zu bieten, vom Königspalast bis hin zu tollen Aussichtpunkten. Wir zeigen dir warum du Fès auf deiner Marokkoreise unbedingt sehen solltest.
Die Medina: Ein Unesco Welterbe
In Fès findest du eine der am besten erhaltenen Medinas in der arabischen Welt. Das riesige, bunte und lebhafte Labyrinth von Fès el-Bali, ist das weltweit größte Stadtgebiet ohne Autoverkehr mit über 9000 Gässchen. Der Transport von Waren und Menschen wird hier stattdessen von Eseln, Kutschen und Motorrädern übernommen. Die gesamte Altstadt zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Es erwarten dich eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, aufregende Farbspiele, fremdartige Gerüche und orientalische Klänge. Spaziere durch Fès' wuselige Souks (Märkte) und seinem Wirrwarr aus kleinen, verwinkelten Gassen, die ihren mittelalterlichen Charakter bis heute bewahrt haben. Hinter den unscheinbaren Fassaden entdeckst du reich verzierte Innenhöfe mit Zellij Fliesen, geschnitztem Holz und Stuck.
Sehenswertes in der Medina von Fès
Wenn du die Medina von Fès erkundest, startest du am Bab Boujloud, dem blau gefliesten Eingangstor zur Altstadt. Von hier tauchst du direkt in die engen Gassen ein. Wenige Schritte weiter erreichst du die Medersa Bou Inania, eine ehemalige Koranschule mit reich verziertem Innenhof aus Fliesen, Holz und Stuck. Gegenüber liegt das Dar al Magana, ein historisches Gebäude mit einer alten Wasseruhr. Im Herzen der Medina befindet sich die Kairaouine Moschee, eines der wichtigsten religiösen Zentren Marokkos. Auch wenn du sie nicht betreten kannst, lohnt sich ein Blick durch die kunstvoll gestalteten Tore. Am Nejjarine Platz erwartet dich schließlich ein reich verzierter Brunnen, eingerahmt von traditionellem Handwerk.
Handwerkskunst in den Souks von Fès
In den Souks, also den Märkten, von Fès erlebst du die Handwerkskunst der Stadt hautnah. Viele Werkstätten sind direkt an die Verkaufsstände angeschlossen, sodass Herstellung und Verkauf ineinander übergehen. Hier knüpfen Handwerker Teppiche noch von Hand, oft über Wochen oder Monate hinweg. Die Muster erzählen von regionalen Traditionen und werden von Generation zu Generation weitergegeben. In anderen Vierteln formen Schmiede aus Messing kunstvolle Tabletts und Laternen. Jedes Stück wird einzeln von Hand gehämmert. Auch Lederschuhe, Körbe, Instrumente, Laternen und vieles mehr wird hier hergestellt und angeboten. Zwischen Werkbänken, leuchtenden Stoffen und Werkzeugen lernst du einen wichtigen und integralen Teil der marokkanischen Kultur kennen.
Du interessiert dich für Marokkos Städte, Medinas und die bunten Märkte? Auch in Marrakesch warten viele lebendige, bunte Orte auf dich. In unserem Blog zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch liest du, welche Orte einen Besuch wert sind.
Die Chouara-Gerberei
Einer der Höhepunkte eines Besuchs in Fès ist die Chouara Gerberei. Sie bietet einen einzigartigen Einblick in die Lederherstellung mit traditionellen Methoden, die sich über Jahrhunderte hinweg kaum verändert haben. In unzähligen Lehmbecken werden die Tierhäute gesäubert, eingeweicht und gefärbt. Der gesamte Prozess dauert mehrere Wochen bis Monate. Von den umliegenden Dachterrassen der Lederhändler blickst du auf die farbigen Becken, die wie ein großer Farbmalkasten wirken. So eindrucksvoll der Anblick ist, so intensiv ist auch der Geruch, der vor allem vom Einsatz von Taubenkot stammt. Du kannst dir die Pfefferminzblätter, die man dir anbieten wird, während deines Besuchs unter die Nase halten. Sei dir dabei bewusst, dass dies dies mit der Erwartung verbunden ist, dass du dich im Anschluss in den Geschäften umschaust.
Der Königspalast und das jüdische Viertel
In Fès el Jedid erlebst du eine ganz andere Seite der Stadt. Hier liegt der Königspalast, dessen imposante Tore aus Messing und kunstvollen Mosaiken schon von außen beeindrucken, auch wenn der Zugang verwehrt bleibt. Direkt angrenzend befindet sich der Mellah, das historische jüdische Viertel. Im Unterschied zur Medina fallen hier die Häuser mit ihren nach außen gerichteten Balkonen auf. Es ist ein seltener Anblick in Fès. Die Gassen sind ruhiger und geordneter, und die Architektur erzählt von einer eigenen Geschichte innerhalb der Stadt. hier bekommst du einen spannenden Einblick in die kulturelle Vielfalt von Fès.
Aussichtspunkte über Fès
Auch die Hügel rund um Fès bieten einen Perspektivwechsel auf die Stadt. Besonders vom Borj Nord schaust du über die gesamte Medina mit ihren dichten Gassen und sandfarbenen Häusern. Von hier oben wird noch deutlicher, wie groß und unübersichtlich das Labyrinth wirklich ist. Zwischen Minaretten, Dächern und kleinen Innenhöfen erkennst du die Struktur der marokkanischen Altstadt, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Der Aussichtspunkt ist ruhig und bildet dadurch einen starken Kontrast zum lebhaften Treiben unten in den Gassen. Er ist der perfekte Rückzugsort, wenn du dem Trubel mal entkommen möchtest.
Plane deine Reise nach Marokko
Bist du auf der Suche nach einer besonderen Rundreise durch Marokko? Bei FairAway planst du deine gesamte Reise in Absprache mit Rob.
