Märchenhafte Königsstädte, endlose Wüsten, hohe Berge und bunte Souks: Marokko ist ein Traumziel für jeden Reisenden und ein sehr abwechslungsreiches Reiseziel, was die Reise durch das Land besonders schön macht. Auf der einen Seite findest du die geschäftigen Königsstädte voller Moscheen, Souks und Paläste. Auf der anderen Seite hat Marokko eine einmalige Natur mit Wüsten, Bergen und einer wunderschönen Küste. Du kannst in luxuriösen Riads, aber auch in einfachen Gästehäusern übernachten. Welche Highlights dürfen auf deiner Marokko Reise nicht fehlen? Die schönsten Sehenswürdigkeiten Marokkos verraten wir dir hier – und Insider-Reisetipps gibt es noch obendrauf!
Stimmungsvolle Königsstädte
Die vier Königsstädte Marokkos haben viel zu bieten, um deine Tage zu füllen. In den Palästen findest du faszinierende Mosaike, filigrane Stuckarbeiten und kunstvolle Holzschnitzereien. Die Medinas mit ihren verwinkelten Gassen laden zum Entdecken ein – hier stößt du auf verzierte Brunnen, alte Türen und die lebhaften Souks, in denen Gewürze, Handwerkskunst und Alltagswaren angeboten werden. Dazu kommt das bunte Treiben auf den großen Plätzen: Straßenmusiker, Essensstände und Einheimische, die hier zusammenkommen. Marrakesch ist mit seinen Souks, engen Gassen und dem berühmten Platz Djemaa el Fnaa die bekannteste Stadt der vier. Fès hingegen ist vor allem für seine traditionellen Gerbereien bekannt.
Zwei Königsstädte, die seltener besucht werden, sind Mèknes und Rabat. Rabat ist ein großartiger Ort, um deine Reise in Marokko zu beginnen. Diese Küstenstadt ist etwas ruhiger als andere marokkanische Städte und ein schöner Ort, um sich an die Geschäftigkeiten in der Medina zu gewöhnen. Mèknes hat mehrere schöne Sehenswürdigkeiten wie das Mausoleum von Moulay Ismail.
Volubilis und Moulay Idriss
Von Meknès aus erreichst du bequem die römischen Ruinen von Volubilis. Es ist eine der am besten erhaltenen antiken Stätten Nordafrikas. Sie beeindruckt mit Tempeln, Badeanlagen und kunstvollen Mosaiken, die bis heute einen Einblick in das Leben zur Zeit des Römischen Reiches geben. Beim Spaziergang durch die weitläufige Anlage kannst du dir gut vorstellen, wie geschäftig es hier einst zuging. Nur wenige Kilometer entfernt liegt das Dorf Moulay Idriss, das als eine der heiligsten Städte Marokkos gilt und eng mit der Ausbreitung des Islams im Land verbunden ist. Die weiß getünchten Häuser schmiegen sich malerisch an die Hügel, und beim Schlendern durch die engen Gassen eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Die blaue Medina von Chefchaouen
Chefchaouen lässt dich in eine komplett andere Welt innerhalb Marokkos eintauchen und ist somit ein Highlight deiner Reise. Dieses Dorf liegt im Norden des Landes, im beeindruckenden Rif-Gebirge. Seine gesamte Medina ist hellblau lackiert und bietet dadurch viele ganz besondere Ecken, die es zu erkunden gilt. Chefchaouen ist außerdem eine echte Oase der Ruhe, verglichen mit anderen marokkanischen Städten. Es ist der perfekte Ort, um durch die blauen Gassen zu schlendern, auf einer gemütlichen Dachterrasse zu entspannen und handgefertigte Produkte zu shoppen. Plane hier am besten auch einen Tag ein, um eine Wanderung durch die umliegenden Berge zu unternehmen und die gastfreundliche Berberbevölkerung zu treffen.
Die Wüste von Erg Chebbi
Beim Stichwort "Marokko" denken wir oft zuerst an endlose Sanddünen und Kamele, die langsam durch den Sand stapfen. Solche Szenen findest du in der Wüste von Erg Chebbi. Es ist ein einzigartiger Ort, den du auf deiner Marokko Reise gesehen haben solltest. Auf einem Kamel ziehst du zusammen mit Beduinen durch die einsamen Dünen und entdeckst Spuren im Sand. Während die Sonne langsam untergeht und lange Schatten über den warmen Sand wirft, erreicht ihr schließlich euer Nachtlager: Du schläfst in einem traditionellen Beduinenlager mitten in der Wüste. Hier könnt ihr gemeinsam Sandbrot backen und am Lagerfeuer musizieren, bevor du zu Bett gehst und unter dem sternenübersähten einschläfst. Am nächsten Morgen erwartet dich das beeindruckende Erlebnis eines Sonnenaufgangs über den leuchtenden Dünen.
Das Dadestal und die Todra-Schlucht
Diese beiden Sehenswürdigkeiten in Marokko sind besonders etwas für Naturliebhaber. Das Dades Valley begeistert mit seinen farbenfrohen Felslandschaften, tiefen Tälern und kleinen Berberdörfern. Hier kannst du wunderbar wandern, die Ruhe genießen und das ländliche Marokko erleben. In der Todra-Schlucht hingegen triffst du auf steil aufragenden Felswänden, die stellenweise mehrere hundert Meter hoch sind. Zwischen den roten Felsen findest du grüne Oasen und kleine Wege, die sich perfekt für Spaziergänge oder Wanderungen eignen. Beide Orte zeigen eine ganz andere, ursprüngliche Seite Marokkos.
Aït-Ben-Haddou
Aït Ben Haddou ist eines der beeindruckendsten historischen Bauwerke Marokkos. Der Ort ist ein sogenannter Ksar: Eine traditionelle, befestigte Lehmsiedlung, in der früher mehrere Familien gemeinsam lebten und sich vor äußeren Einflüssen schützten. Die charakteristischen Türme, engen Gassen und die Bauweise aus Lehm machen den besonderen Charme dieses Ortes aus. Seit 1987 gehört Aït Ben Haddou zum UNESCO-Weltkulturerbe, da es ein außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel südmarokkanischer Lehmbau-Architektur ist und einen Einblick in das frühere Leben entlang der alten Handelsrouten bietet. Der Ksar liegt am Rand des Hohen Atlas, umgeben von kargen, farbenreichen Landschaften. Fährst du mit dme Auto hin, überquerst du dabei den beeindruckenden Tizi n’Tichka-Pass.
Marokkos Kulinarik
Auch die marokkanische Küche ist ein Highlight jeder Reise. Ein typisches Gericht ist Seffa, auch „Engelshaar“ genannt: Feine, gedämpfte Fadennudeln, die mit Mandeln, Erdnüssen, Zimt und Puderzucker serviert werden, oft kombiniert mit Huhn und einer würzigen Sauce.
Ebenso bekannt ist die Tajine, sowohl das Gericht als auch der traditionelle Tontopf, in dem es zubereitet wird. Fleisch, Gemüse und Gewürze schmoren darin langsam und entwickeln intensive Aromen. Beliebte Varianten sind etwa Huhn mit Zitrone und Oliven oder Lamm mit Trockenfrüchten. Die Vielfalt und die Mischung aus süßen und herzhaften Noten machen die marokkanische Küche besonders spannend.
Sehenswerte Events in Marokko
Gnaoua-Festival in Essaouira – Seit 1998 findet jedes Jahr im Juni dieses dreitägige Musikfestival in Essaouira statt, bei dem die rhythmische Musik der Gnaouas im Mittelpunkt steht. Die Gnaoua sind eine geistige Bruderschaft der Mystiker und leicht an ihren bunten Gewändern und speziellen Mützen erkennbar. Höhepunkt dieser faszinierenden Veranstaltung ist der Einzug der Musikgruppen durch die Altstadt von Essaouira. Die Gnaoua-Musik nutzt vor allem drei Instrumente – Laute, Eisenklappern und Trommeln. Dazu werden einige wenige Textzeilen gesungen, die sich ständig wiederholen. Diese hypnotische Wiederholung einer Reihe arabischer Gesänge kann für mehrere Stunden auf Dauer angehalten werden, wodurch eine tranceinduzierende Atmosphäre entsteht. In den vergangen Jahren hat sich das Gnaoua-Festival zum größten Sommerfestival Marokkos entwickelt.
Mossem des Roses – Das Rosenfest findet jedes Jahr in der zweiten Maiwoche in Kelaat M’Gouna statt.
Im Rosental werden Rosen angebaut, die der Legende nach ursprünglich aus Damaskus stammen. Der Duft der Blüten ist atemberaubend. Aus den Blütenblättern wird neben Seife, Gesichtscremen und allerlei anderen Kosmetikprodukten auch Rosenöl hergestellt. Das Rosenfest ist eines der wichtigsten Events im zentralen Hohen Atlas. Während der ganzen Zeit der Ernte der Rosenblüten, die ein paar Wochen dauert, freuen sich bereits alle auf das Fest. Die ganze Bevölkerung der Gegend strömt in ihren farbenprächtigen, lokalen Trachten zum Fest, bei dem die Musik der Region gespielt wird und natürlich auch die Produkte, die aus den Rosen hergestellt werden, gekauft werden können. Höhepunkt des Festivals ist die Wahl der Rosenkönigin. Jedes junge Mädchen aus dem Rosental wünscht sich, einmal Rosenkönigin zu werden.
Festival Taragalte – Dieses Festival findet jährlich Ende Oktober Nahe der letzten Stadt des Draatals – M’Hamid – statt. M’Hamid lag einst an einer der berühmtesten und wichtigsten Karawanenrouten in das Subsaharagebiet und weiter bis nach Timbouktu.
Während diesem drei Tage dauernden Festival werden in der Wüste Nomadenzelte errichtet und unterm Sternenhimmel das nomadische Erbe gefeiert. Umrahmt von Musik aus ganz Marokko und der Subsahara, kann man den nomadischen Lebensstil hautnah kennenlernen: Brot backen im Sand, kochen am offenen Feuer, Kamelrennen, Übernachtung im Berberzelt, …
Und es werden lokale Produkte verkauft – der Verkaufserlös kommt der einheimischen Bevölkerung zu Gute.
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