Unsere  Reiseexpertin für Nordmazedonien Emilija (Ema), wohnt in den Bergen von Nordmazedonien. Umgeben von Natur, ihrem Gemüsegarten voller Erdbeeren und ihren Bienen. Reine Freiheit. Sie studierte Tourismus in London, doch ihr Herz zog sie zurück in die Berge ihrer Kindheit. „Ich bin leidenschaftliche Wanderin, liebe das Campen und habe einen Jeep, mit dem ich zusammen mit meinen zwei Hunden gern tief in die Natur aufbreche. Fernab der Zivilisation, nur Stille und frische Luft um mich herum. Dort fühle ich mich zu Hause und genau dieses Nordmazedonien möchte ich mit Reisenden teilen.“
 

Foto Mahlee Plekker
Autor: Mahlee

Von der Wanderung zum Traumberuf

Als ich eine mehrtägige Wanderreise plante, wurde mir klar, dass ich meine Liebe zum Outdoorleben mit meiner Arbeit verbinden kann, erzählt Ema. Zuvor beschäftigte sie sich vor allem mit der Organisation von Events, Flugtickets und der eher flüchtigen Seite des Tourismus. Nach dieser Reise wusste sie, dass sie Reisenden viel lieber das echte Nordmazedonien zeigen möchte. "Nordmazedonien ist so viel mehr als seine großen Städte. Wenn ich selbst reise, möchte ich die Menschen und die Kultur eines Landes kennenlernen. Ein Land entdeckt man meist nicht über die Highlights. Dafür musst du Menschen treffen, an ihrem Tisch Platz nehmen und ihrer Musik lauschen. Und Nordmazedonien hat in dieser Hinsicht unglaublich viel zu bieten."

Um diese Arbeit zu machen, musst du das Reisen lieben, die Menschen und die Natur. Nur dann kannst du anderen wirklich besondere Erlebnisse ermöglichen.

Ema lächelt, wenn sie an ihre Studienwahl zurückdenkt. „Meine Eltern wollten, dass ich Ärztin werde. Doch ich ging nach London, um Tourismus zu studieren. Erst vor Kurzem haben sie verstanden, warum das meine Berufung ist.“ Sie erzählte ihnen von einem besonderen Erlebnis, das sie für eine Gruppe von Wanderern organisiert hatte. Auf dem Weg zu einem abgelegenen Kloster erklang plötzlich traditionelle Musik aus den Bergen. Unter einem Baum wartete ein gedeckter Tisch auf sie. „Das sind die besonderen Momente, die ich Menschen ermöglichen möchte. Um diese Arbeit zu machen, musst du das Reisen lieben, die Menschen und die Natur. Nur dann kannst du anderen wirklich etwas erleben lassen.“

Ein einzelnes Fischerboot treibt im türkisen Wasser. Das Trpejca Fischerdorf ist im Hintergrund sichtbar.

Locals zeigen dir, wie sie leben und kochen

Ema reiste selbst durch ganz Nordmazedonien. Dabei fiel ihr auf, dass es kaum Angebote abseits der bekannten Wege gab. Reisende besuchen Städte und erfahren viel über die Geschichte als Schnittstelle zwischen Europa und Orient. „Aber das ist nicht unsere Seele. So leben wir nicht.“ Ema ist überzeugt, dass man ein Land erst wirklich kennenlernt, wenn man den Menschen begegnet. In Ohrid kannst du Kirchen und archäologische Stätten besichtigen, doch viel schöner ist es, mit einem lokalen Fischer auf den See hinauszufahren. Danach bereitet seine Frau den Fisch zu, den er am Morgen gefangen hat. Solche Momente bleiben ein Leben lang in Erinnerung. Auch der Besuch bei einem Imker oder einer Bauernfamilie ist etwas Besonderes. „Sie zeigen, wie sie leben, wie sie kochen, und danach esst ihr gemeinsam. Echter Kontakt, das macht Reisen wertvoll.“

Chiflik, Nordmazedonien.

Das echte Mazedonien schmecken

Während ihrer Touren durch die Berge sprach Ema mit vielen Locals. „Ihre Gastfreundschaft ist unglaublich. Sie lieben es, ihre Traditionen zu teilen, Menschen zu empfangen und für sie zu kochen.“ Da wurde ihr klar, wie schön eine Zusammenarbeit wäre. „Eine lokale Oma, die dein Abendessen zubereitet, genau so wie seit Generationen, das ist eine wirklich authentische Erfahrung.“ Die traditionelle Küche Nordmazedoniens ist ein unbestrittenes Highlight einer Reise durch das Land. „Slow Food ist hier kein Trend, sondern eine Lebensweise“, erzählt Ema. „Die Küche eignet sich hervorragend für Vegetarier, da sie stark auf Gemüse basiert. Die Menschen waren lange sehr arm. Sie kochten mit dem, was vorhanden war, aus dem eigenen Garten, Tomaten, Paprika, Auberginen. Daraus entstehen fantastische, pure Gerichte.“

Ein Boot fährt durch eine Schlucht mit türkisem Wasser in Nordmazedonien im Nationalpark Matka.

Wandern im Herzen des Balkan

“Wandern in Nordmazedonien ist Abenteuer pur”, erzählt Ema. „Es gibt nur wenige ausgeschilderte Wege, du navigierst selbst. Dafür stellen wir immer gute Karten, Routenbeschreibungen, Fotos jedes Wegpunkts und eine GPX-Datei zur Verfügung.“ Die Wanderungen reichen von ein paar Stunden durch die Natur bis hin zu mehrtägigen Touren in den Bergen. „Weil die Bergwelt noch so unberührt ist, fühlt es sich an, als hättest du den Berg ganz für dich allein. Unterwegs übernachtest du in einfachen Berghütten mit wenig Komfort, zum Beispiel direkt an einem beeindruckenden Gletschersee auf 2500 Metern Höhe. Diese Stille und Weite sind unbezahlbar.“ Es gibt auch leichtere Routen. „Die sind ebenfalls wunderbar für Reisen mit Kindern geeignet. Oft dürfen sie den Weg anführen und lieben das. Sie lernen Karten, zu lesen, und entdecken die Natur.“

Weil die Berge hier noch so unberührt sind, fühlt es sich oft an, als hättest du den ganzen Berg für dich allein. Das macht jede Wanderung unvergesslich.

Campen mit Guide

Für Familien organisiert Ema auch gern abenteuerliche Campingtrips. „Ein Guide nimmt euch mit in einen Nationalpark. Die erste Nacht verbringt ihr bei ihm zu Hause. Gemeinsam besprecht ihr eure Wünsche, lieber ganz abgeschieden oder etwas näher an der Zivilisation. Danach geht es in die Berge, ihr macht ein Lagerfeuer, kocht draußen und lernt viel über Pflanzen und Tiere“, erzählt sie. Außerdem bietet sie Trüffeltouren an. Gemeinsam geht ihr auf die Suche. Danach bereitet der Guide ein köstliches Essen mit den gefundenen Trüffeln zu. „Eine Reise persönlich zu gestalten, ist das Schönste an meinem Job. Meine Kolleginnen und Kollegen lachen manchmal und sage: ''wir haben so viele tolle Routen, warum verkaufst du keine Standardreisen?'' Aber das möchte ich nicht. Ich will wissen, was Menschen wirklich glücklich macht.“

Drohnenaufnahme der Kirche Saint John am Ohrid See.

Ein Besuch in Nordmazedonien ist wie eine Reise in vergangene Zeiten

Nordmazedonien lebt in einem anderen Rhythmus, erzählt Ema. „In den Städten geht alles schnell, doch auf dem Land nimmt man sich Zeit. Manche sagen mir, ein Besuch in Nordmazedonien fühle sich an wie eine Reise in eine andere Zeit. Fragt man nach dem Weg, gehen die Menschen einfach ein Stück mit. Und oft wirst du auf ein Glas Rakija eingeladen. Wir Nordmazedonier lieben gute Gesellschaft, Musik und gemeinsames Essen. Eine Mahlzeit darf gern Stunden dauern, mit Livemusik, ohne Eile und mit Wein.“ Am liebsten natürlich Wein aus Nordmazedonien selbst. Das Land besteht zu 88 Prozent aus Bergen und verfügt über eine bedeutende Weinregion. „Die leichte Brise zwischen den Reben und rund 300 Sonnentage im Jahr sorgen für einen herrlich vollen Wein, den du bei einem Besuch unbedingt probieren solltest.“

Mountainbiker fährt auf einem Hügel oberhalb des Mavrovo-Sees in Nordmazedonien mit Blick auf das weite Wasser und die bewaldeten Berge im Hintergrund.

Eine andere Welt, ganz nah

In der Hochsaison arbeitet Ema viel, doch außerhalb der Stadt findet sie Ruhe. „Als ich umzog, fragten viele: Warum gehst du ans Ende der Welt? Aber wer mich besucht, möchte meist nicht mehr weg.“ Dieses Gefühl, das sie selbst in den Bergen oder auf ihren eigenen Reisen erlebt, möchte sie auch ihren Reisenden vermitteln. „Viele wissen nicht genau, was sie erwartet. Wenn sie ankommen, sind sie überrascht von der Natur, dem Essen und der Herzlichkeit der Menschen“, erzählt Ema. „Nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt stehst du in einer völlig anderen Welt. Magst du Wandern, Abenteuer, ehrliches Essen, guten Wein und freundliche Menschen? Dann setz Nordmazedonien auf deine Liste. Es ist hier noch wunderbar unentdeckt, und das darf von mir aus gern so bleiben“, sagt Ema lachend.

Ein Tourist fährt mit einem Kayak durch den Matka Canyon in Nordmazedonien.

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