Unsere Kollegin Julia hat Schweden bei einem Famtrip (also einer Kennenlernreise für Reiseveranstalter) im September besucht und berichtet uns nach ihrer Rückkehr von ihren Erfahrungen. In der Region Västmanland entdeckt sie eine Seite des Landes, die sie so nah an Deutschland nicht erwartet hätte. Außerdem erzählt sie von ihrer Anreise mit dem Nachtzug. In diesem Reisebericht über Schweden erfährst du aus erster Hand, wie eine Reise in das skandinavische Land aussehen kann!
Mit dem Zug nach Zentralschweden
Julia reiste über Hamburg mit dem Nachtzug weiter in die schwedische Hauptstadt. Diese langsamere Art zu reisen ist für sie genau das Richtige. So blieb ihr Zeit, um in Hamburg noch eine gute alte Freundin wiederzusehen, bevor sie sich am Bahnhof verabschiedeten und ihr Nachtzug losfuhr. Das Zweier-Schlafabteil für Frauen war für sie eine gute Lösung, berichtet sie. Hier legte sie den Großteil der Strecke im Schlaf zurück und genoss am nächsten Morgen beim Frühstück die Landschaften.
Das Frühstück würde Julia immer wieder dazubuchen. So erlebt man morgens auch noch das Treiben im Restaurantwagen, bevor man ankommt. Sie rät jedoch, Ohrenstöpsel mitzunehmen, denn wirklich leise ist es im Nachtzug nicht und es schläft sich natürlich schon anders als im eigenen Bett. Außerdem sollte man auf großes Gepäck möglichst verzichten, für das im Nachtzug wenig Platz ist.
Es kommt auf die Person an, ob es das Richtige für einen ist.
Julia erzählt rückblickend von ihrer Anreise: „Ich würde wieder so reisen. Aber man muss eben wirklich die Anfahrt als Teil der Reise sehen und man sollte kein 5-Sterne-Hotel erwarten. Es ist schon ein bisschen beengt in den Kabinen. Es kommt auf die Person an, ob es das Richtige für einen ist. Für andere Reisende sind vielleicht eher längere Routen am Tag besser machbar. Da hat man mehr Platz, man kann durch die Gänge laufen und sich die Beine vertreten und man trifft auch mal andere Menschen.”
Möchtest du auch mal etwas Neues ausprobieren und eine Zugreise machen? Wir erklären dir genauer, wie du mit dem Zug nach Schweden reist. Außerdem findest du bei uns auch eine Zugreise durch Schweden, bei der du vor Ort weiterhin auf Schienen unterwegs bist.
Zentralschweden ist gut erreichbar
Von Stockholm aus ging Julias Famtrip nach Västmanland los, eine Region, die sie so gar nicht auf dem Schirm hatte. Västmanland ist in nur etwa einer Stunde von Stockholm aus zu erreichen und verbindet alles, was Schweden zu bieten hat. Julia erklärt: “Man denkt bei Schweden immer erstmal an Lappland, was sehr weit weg ist. Doch man muss gar nicht bis in den hohen Norden reisen, um das echte Schweden zu entdecken. Auch im Zentrum erlebt das Land hautnah. Das war mir so gar nicht bewusst.” So geht es offensichtlich nicht nur Julia. Västmanland ist vielen Reisenden noch weitgehend unbekannt und deshalb eine ruhige Alternative zu den bekannteren Regionen Schwedens.
Die Natur macht Schweden aus
Für Julia ist die Natur in Schweden definitiv das Highlight und auch das, was Schweden wirklich ausmacht. Auf ihrer Reise konnte sie im Wald Beeren sammeln gehen und eine Kanutour auf einem See machen. Diese Erfahrungen sind ihr besonders in Erinnerung geblieben. „Das glasklare Wasser, in dem sich die Bäume spiegeln, ist wirklich beeindruckend und überwältigend. Und auch diese Stille, dass man keine Zivilisationsgeräusche um sich herum hört und sieht. Das hat mir in Schweden am meisten gefallen.”
Sogar einen Elch konnte Julia auf einem Transfer durch die Natur einmal kurz erspähen, der am Straßenrand saß. Entgegen allen Erwartungen war das jedoch gar nicht ihr Lieblingsmoment, sondern eher die simplen, ruhigen Stunden in der Natur.
Das glasklare Wasser, in dem sich die Bäume spiegeln, ist wirklich beeindruckend und überwältigend.
Eine Übernachtung in der Wildnis
Einige dieser Lieblingsmomente erlebte Julia bei einer der wohl ursprünglichsten Unterkünfte Schwedens, mitten in der Wildnis. In sehr einfachen Hütten können FairAway Reisende hier im Wald übernachten und sich der Zivilisation komplett entziehen. Es gibt kein fließendes Wasser, Licht oder Strom. Stattdessen hat man Zeit, in sich zu kehren, in der Sauna zu entspannen und abends am Lagerfeuer zu sitzen. „Man muss alles selbst machen”, berichtet Julia. „Also das Feuerholz hacken und alles, was dazu gehört. Aber genau das ist für mich Schweden. Es ist sehr outdoorsy und naturverbunden.”
Schwedisch Basics können helfen
Auf ihrer Tour durch Västmanland hatte Julia auch Gelegenheit, die Schweden besser kennenzulernen. Überrascht stellt sie fest, dass ein paar Schwedisch-Skills dabei nützlicher wären als gedacht: „Man hat dieses Bild, dass die Schweden generell so gut Englisch sprechen. Aber es ist doch so, dass vor allem die Leute auf dem Land es gar nicht fließend sprechen, ähnlich wie bei uns in Deutschland.” Sich vor einer Schweden Reise ein paar Basics anzueignen, kann also nicht schaden.
Die schwedische Fika
DER Moment in Schweden, um sich auszutauschen, ist die sogenannte “Fika”, eine schwedische Kaffeepause, bei der meistens Zimtschnecken oder anderes Gebäck zum Kaffee serviert werden. Für die Locals ist sie fester Bestandteil eines üblichen Tagesablaufs. Julia erzählt lachend: „Also ich glaube, wir haben jeden Tag Fika gemacht. Ich habe noch nie so viele Zimtschnecken gegessen.“
Auch du wirst bei vielen Touren in Schweden immer wieder Fika Pausen einlegen und schnell merken und dabei die Natur genießen können. Keine Sorge: Du kannst natürlich auch Tee trinken, falls du kein Kaffee-Fan bist!
Julias Schweden Tipp für Abwechslung
Julia berichtet in unserem Interview vor allem von Outdoor-Erlebnissen in Schweden. Sie gibt zu, dass die kulturellen Erlebnisse bei ihr einen weniger bleibenden Eindruck hinterlassen haben. „Ich persönlich fand die Natur am beeindruckendsten und würde sie für eine gute Abwechslung eher mit Städtetrips als mit Besuchen in einzelnen historischen Stätten wie zum Beispiel einem Schloss verbinden. Bevor die Kennenlernreise losging, war ich noch einige Stunden in Stockholm unterwegs und bin dort durch die Gassen der Gamla Stan (der Altstadt) gelaufen. Das fand ich total schön und würde gerne noch mehr von den schwedischen Städten sehen. Aber das hängt natürlich auch stark von persönlichen Interessen ab.”
Auf dieser Beispielreise durch Schweden mit dem Elektroauto besuchst du sowohl die Hauptstadt Stockholm als auch die trendige Stadt Göteborg. Falls du schon genauere Vorstellungen für deine Reise hast, kannst du diese direkt angeben, wenn du deine Reise anfragst. Schweden Expertin Sylvia geht dann gerne auf deine genauen Wünsche ein.
Julias Fazit zur Reisezeit
Dieser Reisebericht aus Schweden handelt von einer Tour, die eher in der Nebensaison stattfand. Julia war im September unterwegs und hatte Glück mit dem Wetter. In diesem Monat ist es oft noch sehr schön in Schweden und gleichzeitig sind bereits weniger Besucher vor Ort als im Hochsommer. Gerade in Verbindung mit einer eher unbekannten Region wie Västmanland, kann man so besonders ruhige Momente in der Natur verbringen. Auch Julia würde diese Reisezeit definitiv weiterempfehlen.
