Du spielst mit der Idee, nach Suriname zu reisen? Anne und Chelsea haben es gemacht! Sie ließen sich von unserer Reiseexpertin eine Route erstellen und zogen im April 2026 drei Wochen lang quer durch das Land. Nach ihrer Rückkehr haben wir Anne interviewt und nach ihren Eindrücken gefragt, um dir eine Vorstellung davon zu geben, wie eine Reise in dieses einzigartige Land aussehen kann. In diesem Reisebericht aus dem Dschungel Surinames erfährst du aus erster Hand von ihren Erfahrungen.
Annes Reisebericht aus dem Dschungel Surinames
- Suriname auf eigene Faust? Schwierig!
- Die Reiseplanung mit unserer Suriname Expertin
- So reist man durch das Land
- Suriname ist ein echtes Naturparadies
- Einfache Unterkünfte im Dschungel
- Annes Highlight: Übernachtung auf dem Fredberg
- Ganz spontan die Locals treffen
- Die Spuren der Kolonialzeit in Suriname
Suriname auf eigene Faust? Schwierig!
Ursprünglich wollten Anne und ihr Mann Chelsea auf eigene Faust eine Reise machen, wie sie es gewohnt sind. Aber schnell wurde klar: Das ist gar nicht so einfach in Suriname. Ein Auto mieten kann man zwar schon, aber wie würden sie dann in den Dschungel kommen? Dafür müsste man vor Ort Touren vergleichen und spontan buchen. Viele Lodges sind zudem nur mit dem Boot erreichbar. Wie funktioniert all das, ohne dass man jegliche Urlaubszeit mit der Organisation logistischer Herausforderungen verbringt? Auf diese Fragen fand Anne keine Antwort. Daher stand es schnell außer Frage, Suriname individuell zu bereisen.
Die Zeitinvestition, die vor Ort nötig gewesen wäre, um zu wissen, wo du wen fragen musst, um hinzukommen… Das wäre sehr schade gewesen
Die Reiseplanung mit unserer Suriname Expertin
Also wendeten sich Anne an unsere Reiseexpertin Liesbeth, mit der sie ihre Ideen gemeinsam durchging. Auch hierbei blieb Verwunderung nicht aus. Denn in Suriname sind typische Rundreisen fast unmöglich. Es gibt keine direkten Verbindungen zwischen den einzelnen Destinationen im Dschungel. Stattdessen gilt Paramaribo als Ausgangspunkt für die meisten Touren. Es ist quasi eine Basis, zu der man immer wieder zurückkehrt, bevor es ins nächste Naturparadies geht.
Anne erzählt von ihren Gedanken bei der Planung mit Lisbeth: „Ich habe gedacht, wieso plant sie denn das so kompliziert? Ginge das nicht einfacher? Aber das ist in diesem Land einfach so. Es geht nicht anders.“ Bis Anne den Dreh rausgehabt hätte, wie die Dinge in Suriname funktionieren, hätte es vermutlich ewig gedauert. Sie war sichtlich dankbar für das Insider-Wissen ihrer Reiseexpertin und die Reiseroute, die daraus schließlich entstanden ist.
So reist man durch das Land
Trotz logistischem Aufwand, um in den Dschungel zu kommen, hat alles immer sehr gut funktioniert, was Anne positiv überrascht hat. Jeder Transfer war für das Paar von vornerein geplant und gebucht. Dabei geht man in Suriname eher pragmatisch vor. Man unterscheidet nicht zwischen Transport für Touristen, Locals oder Guides. Jeder, der mitmuss, kommt mit. Anne berichtet davon, wie unkompliziert das vor Ort alles ablief: „In den Booten für etwa 20 Personen waren auch Einheimische drin und auch Touristen wie wir. Sie sind dann losgefahren und haben jeweils den Dörfern von den Locals angehalten. (….) Je nach Route, die man wählt, kommen Leute dazu, andere gehen weg. Aber wir waren auch sehr viel alleine mit den Einheimischen. Das war toll.“
Suriname ist ein echtes Naturparadies
Anne und Chelsea verbringen den Großteil ihrer Reise im Dschungel. Doch sind 3 Wochen im Urwald nicht etwas viel und eintönig? Ganz und gar nicht! Ihre Suriname Reise ist total abwechslungsreich und aktiv. Die beiden sind jeden Tag im Urwald unterwegs, lernen Tiere und Pflanzen kennen, besuchen versteckte Wasserfälle oder erkunden Seen mit dem Kajak. Am Nachmittag erwartet sie die Hängematte an der Unterkunft.
Trotz der vielen Aktivitäten empfand Anne die Zeit nicht als stressig. Sie erzählt: „Beim Aufenthalt auf einer Insel haben wir einen Tag lang gar nichts gemacht außer Baden und Hängematte. Sonst haben wir an jedem Tag etwas gemacht. Aber es war gar nicht stressig. Zum Beispiel, wenn du auf dem Boot sitzt, lässt du dich vom Motor treiben und kannst die Gegend schauen und einfach den Fluss hochfahren. Das ist Relaxing. Oder mit dem Kajak auch, da bist du gemütlich unterwegs.“
Wusstest du das Suriname auch mit Kindern gut zu bereisen ist? Wenn du deine ganze Familie mitnehmen möchtest, schau dir unsere Vorschläge für eine Suriname Reise mit Kindern an. Unsere Reiseexpertin hilft dir dann, die Reise auf eure Bedürfnisse abzustimmen.
Einfache Unterkünfte im Dschungel
Das Naturerlebnis wurde durch die Lodges im Dschungel vervollständigt. Luxus gibt es hier nicht. Stattdessen waren Anne und Chelsea in sehr einfachen Unterkünften untergebracht. Das hat die beiden nicht gestört, sondern ihnen eher das Gefühl gegeben, wirklich eins mit der Natur zu sein. „Geduscht haben wir nur in Paramaribo in der Hauptstadt", erinnert sich Anne. "Sonst waren wir immer im Gewässer, im Fluss, an einem Wasserfall. Das war so schön.“
Ein paar Nächte verbrachten die beiden auf einer winzigen Anlage auf einer Insel mitten im Fluss. Dieses Erlebnis ist Anne besonders in Erinnerung geblieben: „Es war eine kleine Insel mitten im Fluss. Dort gab es 3 so kleine Häuschen, eine Küche, eine Unterkunft für die Guides, und fertig. Wir waren einen Tag zu viert und dann die zwei anderen Tage nur noch zu zweit.“ Massentourismus und Luxus-Lodges im Dschungel? Nicht in Suriname!
Geduscht haben wir nur in Paramaribo in der Hauptstadt. Sonst waren wir immer im Gewässer, im Fluss, an einem Wasserfall. Das war so schön.
Annes Highlight: Übernachtung auf dem Fredberg
Die schönste Nacht verbringen die beiden auf dem Fredberg, einem riesengroßen Felsen, der mitten im Dschungel in die Höhe ragt. Vom Basecamp, unten am Berg, begeben sich Anne mit einigen weiteren Reisenden auf den Felsen. Hier schlagen sie ihre Hängematten auf und verbringen die Nacht hoch über den Bäumen. Am Morgen erwartet sie ein spektakuläres Naturereignis: „Morgens sind wir aus der Hängematte raus, ein bisschen marschiert und dann sahen wir diese Nebelschwaden über den riesigen Bäumen. Das sah sowas von mystisch aus. Das gibt mir immer noch Gänsehaut. Das war eines von meinen Erlebnissen, die wirklich wahnsinnig wahren."
Auch hier ist kein Platz für übermäßige Touristenmengen. Anne schätzt, dass es oben auf dem Felsen Platz für etwa 15 Leute gab, die dort übernachten konnten. So bleibt der Fredberg bis heute ein einzigartiges Reiseziel, das die Möglichkeit bietet, diese unvergleichliche Natur in aller Ruhe zu genießen.
Und dann sahen wir diese Nebelschwaden über den riesigen Bäumen. Das sah sowas von mystisch aus. Das gibt mir immer noch Gänsehaut.
Kleiner Tipp: eine solche Aussicht wie auf dem Bild erwartet dich auf dem Fredberg nur, wenn es in der Nacht geregnet hat. Wenn nicht, ist es ein ganz anderes, ebenso schönes Erlebnis mit Morgenstimmung und Sonnenaufgang. Der Fredberg zeigt sich von ganz unterschiedlichen Seiten, und welche du zu Gesicht bekommst, bleibt eine Überraschung!
Ganz spontan die Locals treffen
Die Aktivtäten in Suriname legen den Fokus vor allem auf die unbeschreibliche Natur. Doch während ihrer Reisen durch das Land haben Anne und Chelsea auch ganz nebenbei einen guten Eindruck von der Kultur bekommen.
Es war Anne sehr wichtig, dass solche Begegnungen nicht gestellt sind: „Wir haben in Tansania mal so einen Ausflug gemacht und es war so gestellt. Wir sind viel lieber dort, wo es sich einfach ergibt. Man erhält einen Einblick, wo es eben grade passt. Wir sind auch an Dörfern vorbeigekommen und da hat dann der Guide ein paar Dinge erklärt. Wir sind da einfach durchmarschiert, denn man möchte die Leute ja nicht behandeln wie in einem Zoo. Sie leben ihr ganz normales Leben so wie wir auch (…). Und manchmal hat sich ein Gespräch ergeben oder eine Situation, aber eben nicht geführt oder geplant. Das haben wir nicht gemacht und auch nicht gewollt.“
Wir sind auch an Dörfern vorbeigekommen (...) und manchmal hat sich ein Gespräch ergeben oder eine Situation, aber eben nicht geführt oder geplant.
Die Spuren der Kolonialzeit in Suriname
Einen Einblick in die Kolonialzeit gab es vor allem auf den beiden Plantagen, wo Anne und Chelsea übernachtet haben. „Das war auch interessant, all die Menschen und Kulturen, die da zusammengekommen sind: die Maroons, die Holländer, die Inder und so weiter, die durch die Plantagenarbeit eingeführt wurden." Anne sagt, es gibt absolut keinen Rassismus oder Probleme zwischen den verschiedenen Menschen in Suriname. Stattdessen ist ein großer Mix. Die Menschen wachsen damit auf und die Vielfältigkeit der Herkünfte spiegelt sich in dem fünfzackigen Stern der Landesflagge wider.
Anne freut sich über diese etwas anderen Eindrücke auf den Plantagen. Dennoch steht für sie fest: Wenn sie noch einmal nach Suriname reisen würde, dann würde sie all ihre Zeit tief im Dschungel verbringen und dort im Einklang mit der Natur die Tage genießen.
