Mehr und mehr Menschen sind darauf bedacht, respektvoll zu reisen. Dennoch kommt es noch immer häufig vor, dass Touristen mit ihren Aktivitäten Schaden anrichten. Sie handeln zwar mit den besten Absichten, erkennen aber nicht, was scheinbar harmlose Erlebnissen für Auswirkungen haben können. In diesem Blog zeigen wir dir, welche problematischen Aktivitäten wir bewusst nicht anbieten und welche Alternativen dich stattdessen erwarten. So bist du guten Gewissens unterwegs und kannst dich voll und ganz auf dein Reiseerlebnis fokussieren.

Caroline Zimmermann - FairAway Content Creator
Autor: Caro
FairAway Content Creator

No-Go: Interaktion mit Wildtieren 

Menschen lieben Tiere und möchten ihnen gerne näherkommen. Einen Elefanten zu streicheln, Delfine aus nächster Nähe zu erleben oder ein Foto mit einem Löwenbaby zu machen klingt zunächst nach einer besonderen Erfahrung. Was viele nicht sehen: Hinter solchen Angeboten steckt enormes Tierleid. Wildtiere werden in Gefangenschaft gehalten, leben unter Bedingungen, die ihrem natürlichen Verhalten nicht entsprechen und werden von ihren Artgenossen getrennt. Manche Tiere werden mit brutalen Praktiken darauf trainiert, Menschen zu gehorchen oder Berührungen zu tolerieren. Deshalb bieten wir keine Aktivitäten an, bei denen Wildtiere gestreichelt, gefüttert, gewaschen, oder geritten werden. Wenn dir Tiere am Herzen liegen, gib ihnen Freiraum und respektiere ihre Bedürfnisse.

Besser: Auffangstationen besuchen

Viele NGOs und Wildtierschützer arbeiten daran, das Leid von Tieren in Gefangenschaft zu beenden. Sie setzen sich politisch für strengere Gesetze ein und achten darauf, dass diese eingehalten werden. Gleichzeitig gibt es Auffangstationen, in denen gerettete Tiere gepflegt und, wenn möglich, wieder ausgewildert werden. Manche Tiere sind durch ihre Zeit in Gefangenschaft jedoch körperlich oder psychisch so geprägt, dass sie nicht mehr in der Wildnis leben können. Für sie werden solche Stationen zu einem langfristigen Zuhause. Auf deiner Reise kannst du verantwortungsvolle Auffangstationen besuchen und damit ihre wichtige Arbeit unterstützen. Sie sind meist sehr stark darauf angewiesen und für jede Hilfe dankbar.

Eine seriöse Auffangstation erkennst du daran, dass jegliche körperliche Interaktionen mit den Tieren dort verboten ist. Du möchtest noch mehr über das Thema Tierschutz erfahren? In unserem Blogartikel erfährt du, worauf du achte kannst, um tierfreundlich zu reisen.

No-Go: Jagen und Fischen 

Jagen und Fischen haben in vielen Ländern eine lange Tradition und gehören für manche Menschen bis heute zur Selbstversorgung dazu. Trotzdem haben wir uns bewusst entschieden, diese Aktivitäten nicht anzubieten. Beim Jagen und Fischen werden Tiere verletzt oder getötet, obwohl sie Schmerz und Stress empfinden können. Zudem greift insbesondere die Jagd in natürliche Lebensräume und Verhaltensweisen von Wildtieren ein. Unser Tierschutzkonzept basiert auf einem einfachen Grundsatz: Tiere sollen auf Reisen beobachtet, aber nicht gestört, verletzt oder getötet werden. 

Besser: Tiere beobachten 

Bei FairAway setzen wir auf Erlebnisse, bei denen du Wildtiere respektvoll in ihrer natürlichen Umgebung erleben kannst. Die eindrucksvollste Art Wildtiere zu beobachten ist eine Safari. In Ländern wie Südafrika und Tansania kannst du tagelang durch faszinierende Nationalparks fahren und beeindruckende Tierarten aufspüren. Du liebst Delfine? Bei uns findest du ausschließlich Bootsausflüge, bei denen die Meerestiere aus respektvoller Distanz beobachtet werden. In Schweden hingegen erwarten dich Elchsafaris, bei denen du durch urige Wälder streifst und den Tag am Lagerfeuer beendest. Auch Braunbären bekommst du mit etwas Glück bei einer Nacht in einer Beobachtungshütte zu sehen. 

In einigen Ländern wie Finnland und Schweden gehören Jagen und Fischen zu den beliebten Aktivitäten für Abenteuerreisende. Auch wenn diese Traditionen in vielen Regionen tief verwurzelt sind gibt es gute Gründe, als Reisender darauf zu verzichten. In diesem Blog erfährst du im Detail, warum wir auf Reisen weder Jagd noch Fischfang anbieten.

No-Go: Besuche in Waisenhäusern und Schulen

Ein Besuch in einer Schule oder einem Waisenhaus wirkt auf den ersten Blick harmlos. Schließlich möchte man die Menschen vor Ort kennenlernen und einen Einblick in ihren Alltag bekommen. Doch Kinder sind keine Touristenattraktion. Schulen sollten geschützte Orte sein, an denen Kinder lernen, Freundschaften schließen und sich frei entwickeln können. Regelmäßige Besuche von Reisegruppen stören diesen Raum und schaffen oft ungleiche Machtverhältnisse zwischen Besuchenden und Kindern. Besonders kritisch sind Waisenhäuser, wo häufi sogar ein Geschäftsmodell hintersteckt. Deshalb verzichten wir bewusst auf Besuche in Schulen und Waisenhäusern.

Besser: "Meet-the-Local" Erlebnisse

Die eindrucksvollsten Erinnerungen entstehen bei echten Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Genau darauf sind wir spezialisiert. Ob bei einem Kochkurs in Kambodscha, beim Kaffeepflücken in Kolumbien oder auf einer Fahrradtour in Griechenland: Solche Erlebnisse geben dir authentische Einblicke in den Alltag der Menschen und sorgen für besondere Momente. Gleichzeitig unterstützt du die Locals, die du kennenlernst. Ein großer Teil deines Reisebudgets bleibt vor Ort, schafft Einkommen und stärkt lokale Gemeinschaften. So entstehen Begegnungen auf Augenhöhe, von denen sowohl du als auch die Menschen vor Ort profitieren.

Du möchtest genau verstehen, was die Problematik von Waisenhaus- und Schulbesuchen ist? Dann kannst du dich hier noch besser informieren. Wir geben dir gerne Tipps für einen kinderfreundlichen Umgang unterwegs und erklären auch, warum es keine gute Idee ist Süßigkeiten oder Stifte zu verteilen. Manche Dinge sind doch komplexer als man denkt und wir hoffen, mit diesen Inhalten ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen. 

No-Go: Human Zoos 

Menschen zur Schau zu stellen wie im 19. Jahrhundert gehört zum Glück der Vergangenheit an. Und doch gibt es noch immer Ausflüge, die stark an diese alten Praktiken erinnern. Bei sogenannten Human Zoos besuchen Reisende Gemeinschaften, die vor allem für Touristen dargestellt werden. Oft geht es darum, traditionelle Kleidung zu zeigen und Traditionen aufzuführen. Es werden fleißig Fotos gemacht und Souvenirs gekauft.  Für einen echten Austausch bleibt dabei meist wenig Raum. Die Menschen vor Ort werden zu einer Attraktion, statt als Gastgeber und Gesprächspartner wahrgenommen zu werden. Beispiele dafür sind manche Besuche bei den Massai in Ostafrika, den Karen in Nordthailand oder den Himba in Namibia. 

Besser: Homestay Übernachtung

Statt Menschen zu beobachten, solltest du Zeit mit ihnen verbringen. Ein Homestay ist dafür die perfekte Gelegenheit. Beim gemeinsamen Kochen, bei einer Wanderung oder wenn dir dein Gastgeber beim Abendessen von seinem Alltag erzählt, kommt man wirklich ins Gespräch. Vielleicht erfährst du, wie Kaffee angebaut wird, hilfst beim Brotbacken oder lernst, warum ein bestimmtes Fest für die Region so wichtig ist. Der Unterschied: Niemand führt etwas für dich auf. Du bist zu Gast und lernst die Menschen so kennen, wie sie wirklich leben. Genau daraus entstehen oft die Erinnerungen, die am längsten bleiben.

Auf einer Matte schlafen, kalt duschen, keine Privatsphäre? Keine Sorge, so sieht ein Homestay bei uns nichts aus. Stattdessen wirst du herzlich empfangen, hast gleichzeitig aber auch einen gemütlichen Rückzugsort. Hier liest du weitere Gründe für eine Übernachtung im Homestay.

No go: Rundflüge zur Unterhaltung 

In einigen Ländern sind touristische Rundflüge sehr beliebt. Für etwa eine halbe Stunde fliegst du in einem kleinen Privatflugzeug oder sogar Helikopter über ein Naturwunder oder ein kulturelles Highlight und bewunderst die Aussicht von oben. Solche Flüge sind außergewöhnliche Erlebnisse. Doch aufgrund der Emissionen, die dabei entstehen, tragen sie zur Zerstörung genau jener Landschaften und Ökosysteme bei, die wir dabei bestaunen. Zudem stört der Lärm Tiere und Menschen, die diese Orte vom Boden aus erleben möchten. Wenn es dir wichtig ist, solche besonderen Orte langfristig zu erhalten, solltest du auf einen Rundflug verzichten.

Besser: Ausflüge mit Tiefgang 

Ein beliebter Rundflug ist der Trip über die geheimnisvollen Nazca Linien in Peru. Unsere Reiseexperten stellen stattdessen besondere Exkursionen zusammen, bei denen du die Highlights von Nazca achtsam entdeckst. Ein weiterer Programmpunkt ist der Aufstieg zu einem Hügel mit Blick auf zwei der berühmten Linien ganz ohne Flugzeug aber mit viel mehr Verbindung zum Ort. In Nepal zählt der Rundflug über den Mount Everest zu den gefragten Erlebnissen. Doch wenn du den höchsten Berg der Welt wirklich erleben möchtest, ist eine Trekkingtour zum Everest Basecamp die beeindruckendste Wahl. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern liefert auch die besseren Geschichten.

Nicht nur Rundflüge verursachen unnötige CO₂ Emissionen. Häufig nehmen wir auch Inlandsflüge, die vermeidbar wären. Bei FairAway haben wir kurze Flugstrecken aus unseren Beispielreisen gestrichen wenn sie genauso gut mit dem Zug, Bus oder Boot zurückgelegt werden können. Hier erfährst du noch mehr zum Thema Umwelt und Klimaschutz.

No-Go: Quad- und Buggytouren

Für Adrenalinfans klingen Quad und Buggytouren spannend. In empfindlichen Landschaften können sie jedoch erheblichen Schaden anrichten. Selbst in scheinbar leeren Wüsten leben kleine Tiere, deren Bauten durch schwere Fahrzeuge zerstört werden können. Auch Pflanzen und fragile Böden leiden unter dem Fahren abseits befestigter Wege. Dazu kommen Lärm, Abgase und ein erhöhtes Unfallrisiko, besonders in abgelegenen Regionen, in denen Hilfe nicht schnell erreichbar ist. Deshalb verzichten wir auf solche Aktivitäten und setzen lieber auf naturverträgliche Alternativen.

Besser: Wandern und Radfahren

Viele Quad und Buggytouren sollen dich in die Natur bringen, doch mit einem dröhnenden Motor fällt echtes Naturerleben schwer. Viel schöner ist es, die Umgebung in Ruhe zu entdecken, zum Beispiel bei einer Wanderung oder Radtour mit einem lokalen Guide. Dabei erfährst du Spannendes über die Region und entdeckst Tiere oder Pflanzen, die du allein vielleicht übersehen würdest. Du suchst trotzdem Tempo und Abenteuer? Dann ist eine Mountainbiketour das Richtige für dich. Auch hier kannst du sportlich unterwegs sein, ganz ohne Motorlärm und Abgase. Achte dabei darauf, auf aufgewiesenen Wegen zu bleiben, um weiterhin naturverträglich unterwegs zu sein.

No-Go: Schneemobil fahren 

Auch eine Schneemobil-Tour durch die verschneiten Wälder Finnlands klingt abenteuerlich. Ähnlich wie Quad- und Buggytouren ist sie jedoch kritisch für die umliegende Natur. Die Fahrzeuge verursachen nicht nur Lärm und Treibhausgase, sondern stören Wildtiere, wenn sie am fragilsten sind. Im Winter sind sie stark darauf angewiesen, ihre Energiereserven zu schonen, um ihr Überleben zu sichern. Werden sie aufgeschreckt, zieht das Energie und hat fatalere Konsequenzen, als man annehmen würde. Auch die Schneedecke und die Vegetation darunter können durch die schweren Maschinen beeinträchtigt werden. 

Besser: Wandern im Schnee 

Wir finden, es ist vor allem die ewige Stille, die verschneite Landschaften so einzigartig macht. Wir sollten sie genießen anstatt sie mit Motorengeräuschen zu durchbrechen. Zieh dir daher deine deine Schneeschuhe an und erkunde die winterliche Natur aus eigener Kraft. Dabei nimmst du den Wind in den Bäumen, das Knirschen des Schnees unter deinen Füßen und vielleicht sogar Tiere in deiner Nähe ganz bewusst wahr. Etwas mehr Tempo erlebst du bei einer Schlittenfahrt mit Huskys. Unsere lokalen Reiseexpertinnen und Reiseexperten arbeiten dabei ausschließlich mit Anbietern zusammen, die gut für ihre Hunde sorgen.

Du hast eine bestimmte Aktivität entdeckt und bist dir nicht sicher, ob du sie durchführen kannst, ohne dabei auf eine dieser kritischen Aktivitäten zurückgreifen zu müssen? Wir helfen dir gerne, die beste Option für dich zu finden, die zu dir passt und gleichzeitig deine Destination respektiert. Gib bei deiner Reiseanfrage einfach an, welche Orte oder Aktivitäten du auf jeden Fall besuchen möchtest. Dein Reiseexperte erstellt dir dann ein unverbindliches Angebot und passt es für dich an, bis es genau zu deinen Vorstellungen passt. 

Unverbindliche Angebote von lokalen Reiseexperten

 

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