Bulgarien Roadtrip: Routen und Tipps
Vom jahrhundertealten Rila-Kloster und atemberaubenden Bergpanoramen bis hin zur modernen Street Art im hippen Sofia. Bulgarien hat für jeden etwas zu bieten. In diesem Blog stellen wir dir 9 Highlights vor, die deinen Roadtrip durch Bulgarien unvergesslich machen!
1. Sofia: Der Roadtrip Startpunkt
Viele Reisende beginnen ihren Bulgarien Roadtrip in der Hauptstadt Sofia. Ein Highlight der Stadt ist die imposante Alexander-Newski-Kathedrale, eine der größten orthodoxen Kathedralen der Welt. Besonders faszinierend sind auch die jahrhundertealten Überreste von Serdika. Diese römischen Ruinen lagen bis 2010 unter Sofia verborgen und wurden beim Bau einer neuen U-Bahn-Linie entdeckt. Heute kannst du sie in der Metrostation Serdika besichtigen. Hippe Restaurants und farbenfrohe Streetart verleihen der Stadt eine moderne Atmosphäre. Möchtest du typisch bulgarisches Essen probieren? Genieße einen Kaffee mit einer Mekitsa, einer bulgarischen Snack-Spezialität, die an einen Krapfen erinnert. Bulgaren lieben auch Suppen. Ein Klassiker ist Tarator, eine kalte Suppe aus Joghurt und Gurken, die besonders an heißen Tagen erfrischt.
Ausflug in die Natur in Sofia
Am Fuße des Vitosha-Gebirges gelegen, bietet Sofia die perfekte Gelegenheit, die Natur zu erkunden. Im Vitosha-Gebirge findest du zahlreiche Wanderwege durch wunderschöne Wälder, entlang von Flüssen und Wasserfällen. Eine der beeindruckendsten Routen führt zu den Boyana-Wasserfällen. Die Wanderung beginnt an der historischen Boyana-Kirche und führt dich durch malerische Landschaften – ein absolutes Highlight während deines Aufenthalts in Sofia!
2. Natur bei den Sieben Rila-Seen
Eine der schönsten und bekanntesten Wanderungen in Bulgarien führt entlang von sieben Bergseen im Rila-Nationalpark. Du kannst dein Auto auf dem Parkplatz der Seilbahn am Skigebiet Panichishte abstellen. Die Bahn ist im Sommer für Wanderer geöffnet. An der Bergstation findest du die Berghütte Rilski Ezera Hut, wo die meisten Wanderer ihre Tour starten. Du kannst aber auch direkt vom Parkplatz aus zu Fuß aufsteigen. Die Rundwanderung entlang der Seen ist etwa 11 Kilometer lang. Der beste Blick erwartet dich vom höchsten See, Salzata (übersetzt „Die Träne“). Von hier aus genießt du eine spektakuläre Aussicht auf die anderen Seen, die du nicht verpassen solltest.
3. Ruhe beim Rila-Kloster
Südlich von Sofia findest du eines der beeindruckendsten Bauwerke des Landes: das jahrhundertealte Rila-Kloster. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe zieht mit seinen prachtvollen Fresken in den Kapellen Reisende aus aller Welt an, und das völlig zu Recht. Besonders faszinierend ist, dass das Kloster noch immer von Mönchen bewohnt wird. Bitte denke während deines Besuchs daran, dass du dich in ihrem Zuhause befindest, und respektiere, dass die Wohnbereiche nicht zugänglich sind. Im Kloster gibt es stattdessen einige Museen, die die Geschichte von Ivan Rilski und die Bedeutung des Klosters lebendig werden lassen. Es ist ein Besuch, der dich in eine andere Zeit versetzt und tief beeindruckt!
4. Die jahrhundertealte Stadt Plowdiw
Viele empfinden Plowdiw als die entspannteste Stadt des Landes. Mit ihren zahlreichen Parks und Aussichtspunkten auf den Hügeln im Stadtzentrum versprüht sie eine entspannte Atmosphäre. Plowdiw kannst du ohne festen Plan erkunden und dabei immer wieder auf beeindruckende Überreste der römischen Geschichte stoßen. Die Geschichte von Plowdiw, das früher Philippopolis hieß, reicht erstaunliche 8000 Jahre zurück. Ein Highlight ist das römische Amphitheater in der Altstadt. In diesem Stadtteil findest du außerdem wunderschöne, farbenfrohe Häuser aus der Zeit der Renaissance. Viele dieser Gebäude wurden in Museen umgewandelt. Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher ins Ethnografische Museum, das ebenfalls in diesem charmanten Viertel liegt.
Traditionen werden in Bulgarien noch immer stark gepflegt, besonders in einer so alten Stadt wie Plowdiw, wo du ihre Präsenz deutlich spüren kannst. Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann schau dir unseren Artikel zu Traditionen und Feiertagen in Bulgarien an!
5. Sinanitsa im Pirin-Gebirge
Das Pirin-Gebirge mit seinen dutzenden Gipfeln über 2500 Meter Höhe ist ein Paradies für Wanderer. Ein guter Ausgangspunkt ist das Bergdorf Bansko, von dem aus du zur Vihren Hütte gelangst. Von dort führt eine anspruchsvolle Wanderung zur wenig besuchten Sinanitsa Hütte, die direkt an einem Bergsee liegt. Die Strecke hin und zurück ist etwa 16 Kilometer lang und umfasst mehr als 1100 Höhenmeter. Du kannst sie an einem Tag bewältigen oder in der Sinanitsa Hütte übernachten. Sie liegt direkt an einem Bergsee mit Blick auf die Sinanitsa-Bergkette. So genießt du die Berge mit Zeit und kehrst erst am nächsten Tag zur Vihren Hütte zurück.
6. Melnik für Weinliebhaber
Unweit der griechischen Grenze, südlich des Pirin-Gebirges, liegt ein wahres Paradies für Weinliebhaber: Melnik. Dieses charmante Dorf und seine Umgebung sind bekannt für zahlreiche Weingüter und Weinberge. Melnik gehört zu den ältesten Weinregionen Bulgariens und beeindruckt mit seiner traditionsreichen Weinkultur. Das Dorf ist zwar klein, aber ein perfekter Zwischenstopp auf deinem Bulgarien Roadtrip. Genieße eine entspannte Wanderung durch die malerische Landschaft und lass den Tag mit einem Glas des lokalen Weins ausklingen.
7. Wanderungen in den Rhodopen
Auf einem Bulgarien Roadtrip solltest du neben Rila und Pirin auch die Rhodopen besuchen. Das bewaldete Gebirge ist sanfter und bietet zahlreiche gut gepflegte Wanderwege mit wenigen Höhenunterschieden. Eine einfache Route ist der Struilitsa Trail bei Devin, der an einem Fluss entlangführt und mehrere Rastplätze bietet. Abenteuerlicher ist der Teufelspfad nahe Borino. Er verläuft durch eine Schlucht und führt über Holzstege und eine steile Treppe zwischen den Felsen. Beide Wege eignen sich gut, um die Natur der Rhodopen aktiv zu erleben.
Du möchtest Bulgariens Natur aktiv erleben? Schau dir hier unsere Aktivreise durch Bulgarien an und erfahre, welche Aktivitäten du auf deiner individuellen Rundreise einbauen kannst!
8. Das unentdeckte Sozopol
Die bulgarische Küste bietet viele lebhafte Ferienorte wie den Sonnenstrand und Varna. Doch abseits des Trubels gibt es auch weniger bekannte, idyllische Orte wie Sozopol. Im Sommer finden hier zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte im Amphitheater statt. Die Altstadt lädt mit ihren verwinkelten Gassen zum entspannten Schlendern ein. Sozopol ist reich an Geschichte, beeinflusst durch verschiedene Kulturen wie die Griechen und Römer, was hier durch die Architektur deutlich wird. Im Archäologischen Museum erfährst du mehr darüber. Zum Abschluss deines Besuchs solltest du unbedingt an der malerischen Promenade entlang spazieren und den Fischerhafen erkunden. Von Sozopol aus kannst du außerdem weitere Highlights der bulgarischen Küste erreichen, wie Burgas und Nessebar.
9. Der höchste Gipfel: Musala
Im Rilagebirge befindet sich der höchste Berg Bulgariens: der Musala. Der Name stammt vom arabischen Wort „Musalla“, was „nahe bei Gott“ bedeutet. Während der osmanischen Herrschaft bestiegen Menschen diesen Gipfel, um Gott so nahe wie möglich zu sein und zu beten. Die meisten Wanderer starten die Besteigung an der Yastrebetz-Seilbahn im Dorf Borovets. Von der Bergstation aus beträgt die gesamte Wanderung etwa 14 Kilometer. Du gehst denselben Weg hin und zurück. Der erste Teil des Wanderwegs ist einfacher und gut ausgebaut. In der zweiten Hälfte wird der Aufstieg anspruchsvoller, da du über größere Felsen klettern musst. Die durchschnittliche Wanderzeit beträgt etwa 6 bis 7 Stunden. Eine Wanderung auf den Musala ist eine lohnenswerte Herausforderung, die dich mit atemberaubenden Ausblicken belohnt!
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