Wie wäre es mit einer echten lokalen Aktivität in Laos? Erfahre hier mehr über den Reisanbau in Luang Prabang – und warum du Reis und die harte Arbeit, die dahinter steckt, definitiv wertschätzen solltest!

  2 Minuten    Laos

Betty

„Was Reisen für mich so besonders macht? Nicht nur die schönen Orte dieser Welt, sondern vor allem die Menschen, die dort leben und die spannendsten & bewegendsten Geschichten auf Lager haben."

Betty, FairAway Redaktion

Betty Wilde arbeitet als Content Manager bei Fairaway

Daisy und Patrick von Alldayeverydaisy berichten von ihrem erlebnisreichen Tag bei einem der Reisbauern in Laos, eines der Highlights der Luang Prabang Aktivitäten!


Authentischer geht's nicht: Unser Tag bei Reisbauern in Laos

Leuchtend grünes Reisfeld in Luang Prabang
Willkommen beim Reisanbau in Luang Prabang!

The Living Land Company in Luang Prabang

Etwas außerhalb der idyllischen Stadt Luang Prabang liegt ein großer, biologischer Bauernhof, besser bekannt als The Living Land Company. Dies ist nicht irgendein Bauernhof. Das Land wird von sieben lokalen Familien bewirtschaftet und gepflegt. Sie verfolgen ein größeres Ziel, als nur den Anbau von Lebensmitteln. The Living Land Company unterstützt arme Familien, damit die Kinder zur Schule gehen können. Es gibt wöchentlich kostenlosen Englischunterricht und ein Ausbildungszentrum, in dem junge Menschen traditionelle landwirtschaftliche Techniken erlernen. Alle Mitarbeiter konnten aus verschiedenen Gründen keine Arbeit finden, haben hier aber einen gut bezahlten Job. All die Arbeitsplätze werden durch die Luang Prabang Aktivitäten für Touristen ermöglicht, die, zum Beispiel, einen Nachmittag lang an der Reisanbau Exkursion teilnehmen. Der Erlös der Exkursionen fließt direkt in lokale Gemeinschaftsprojekte.

Reisanbau in 14 Schritten

Heute zeigt uns Ulani die 14 Schritte, welche für den Reisanbau notwendig sind. Aber nicht bevor alle Teilnehmer einen echten Strohhut aufsetzen. „Sie werden von den Bauern getragen, um sie vor der brennenden Sonne zu schützen.“ Der Prozess beginnt mit der Auswahl der besten Samen für die neue Ernte. „Die Reiskörner sollten geschält sein und keine Risse haben.“, erklärt Ulani. Sobald eine geeignete Auswahl getroffen wurde, beginnt die eigentliche Arbeit. Wir gehen auf das Feld hinaus.

Darf nicht fehlen: Der Strohhut beim Reisanbau in Luang Prabang
Nie ohne Strohhut aufs Reisfeld!

Bis zu den Knien im Schlamm

Meine Schuhe sind ordentlich nebeneinander am Rand des Reisfeldes platziert. Hellgrüne Gräser ragen aus dem Schlamm heraus. Ulani zögert nicht eine Sekunde und springt mit einer sanften Bewegung in das Reisfeld. Er sinkt auf die Knie in die graue Masse. Mühelos zieht er seine Beine durch den festen Schlamm in meine Richtung und streckt seine Hand hilfsbereit aus. „Kommst du mit?“ Ich rolle meine Hosenbeine hoch, zähle bis drei und springe hinterher. Der Schlamm ist kalt, weich und vor allem sehr geschmeidig. Ich hebe mein Bein an und höre ein komisches Geräusch. Es scheint, als würde die Masse meinen Fuß zurückziehen. Zum großen Vergnügen von Ulani komm ich nicht von der Stelle.

Reisefeld in Laos
Obacht, Schlamm!

Pflügen mit Suzanne

Die härteste Arbeit steht noch bevor: das Feld, auf dem die jungen Pflanzen bald wachsen werden, muss zuerst gepflügt werden. Wir werden mit einem Lebewesen vertraut gemacht, das uns dabei helfen wird. Suzanne ist ein Wasserbüffel, der auf altmodische Weise einen Pflug hinter sich herzieht. Die Touristen, die nacheinander versuchen, das Gerät aufrecht zu halten, können nicht mit ihr mithalten. Mir geht es nicht viel besser.

Der Wasserbüffel arbeitet bei dieser lokalen Aktivität in Luang Prabang sehr schwer
Nicht nur die Menschen arbeiten schwer beim Reisanbau in Luang Prabang – auch der Wasserbüffel.
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Schneiden, Knoten und Schlagen

Nach ca. vier Monaten ist es Zeit für die Ernte. Zum Glück müssen wir nicht darauf warten. Ulani führt uns zu einem Reisfeld, wo die Pflanzen bereits ausgewachsen sind. Wir schneiden die Halme mit einer kleinen Sense ab und verknoten sie zu Sträuchern. „Jetzt kannst du all deine angestaute Frustration für die Reispflanzen nutzen.” Ulani zeigt uns, wie man die Reispflanzen so hart wie möglich gegen eine Holzbohle schlägt. „Dann werden die Körner von selbst aus den Pflanzen fallen.“ Schlau!

Klebriger Reis

Als wir alle Schritte durchgegangen sind und endlich die perlweißen Körner in den Händen halten, ist es Zeit, sie zu essen. Die harte Arbeit macht dich hungrig. Ulani dampft den Reis wie seine Großmutter, in einem Weidenkorb über kochendem Wasser. „Wir nennen das klebrigen Reis“, erklärt er mit einem breiten Lächeln. Um zu zeigen, dass die Körner wirklich zusammenhalten, wirft er den gekochten Reis in die Luft und fängt ihn problemlos mit dem Korb auf. „Das ist es, was wir in Laos am liebsten essen!”

Bis der Reis dampfend auf dem Tisch steht, ist in Laos viel Arbeit nötig
Bis die dampfende Schale Reis so vor dir steht, ist viel Arbeit nötig

Reis ist nie wieder derselbe

Der Koch von The Living Land Company hat hart für uns gearbeitet. Der Tisch ist voll mit Köstlichkeiten, die aus dem Gemüse des Landes hergestellt wurden. Gemüsesuppe, würziges Curry, Sesamcracker und natürlich klebriger Reis. Dass wir keinen Fisch und kein Fleisch essen, ist überhaupt kein Problem. Dann verwenden sie einfach noch mehr Gemüse vom Land. Am Ende des Ausflugs in Luang Prabang bekommen wir eine Schüssel voller Süßigkeiten, hergestellt aus – wie könnte es anders sein – Reis. Reiscracker, Puffreis, Reismehl-Pfannkuchen und karamellisierten Reiskuchen. Für uns wird Reis nie wieder derselbe sein.

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